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Bericht: Lohnlücke zwischen Männern und Frauen weiter gewachsen

·Lesedauer: 1 Min.
Pflegekraft in einem Altenheim

Die Kluft bei den Löhnen für Männer und Frauen ist nach den jüngsten verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamts weiter gewachsen. Die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zitierten am Mittwoch aus der sogenannten Verdienststruktur-Erhebung des Statistikamts. Demnach bekamen Männer zuletzt im Schnitt monatlich 1192 Euro mehr Bruttogehalt als Frauen. Damit ist die Differenz vier Euro größer als vier Jahre zuvor.

Die jüngste Erhebung stammt von Ende 2020 mit Zahlen von 2018, die nächsten Zahlen werden 2024 veröffentlicht. Die Zahlen gab die Behörde nach einer Anfrage der Linksfraktion heraus. Der Durchschnittsverdienst insgesamt wird bei der Erhebung mit 2766 Euro angeben.

Die Lohnlücke ist besonders bei den Gutverdienern groß, wie aus den Zahlen weiter hervorgeht. Demnach waren zuletzt von den rund 3,9 Millionen Menschen mit einem Bruttogehalt von mindestens 5100 Euro rund 3,12 Millionen Männer und nur 802.000 Frauen - ein Männeranteil von 79,5 Prozent. Bei der Gruppe mit einem Monatsgehalt ab 12.100 Euro gab es 158.000 Männer und 23.000 Frauen. Das entspricht einem Männeranteil von 87,3 Prozent.

Weniger als den Durchschnitt verdienten hierzulande demnach rund 12,5 Millionen Frauen und 8,3 Millionen Männer. Das sei ein Frauenanteil von 60,1 Prozent, wie das RND aus der Antwort an die Linksfraktion weiter zitierte.

Die Linken-Gleichstellungsexpertin Eva von Angern legt den Fokus auf Berufe, in denen besonders viele Frauen arbeiten, etwa im Einzelhandel, in der Pflege oder im Erziehungsbereich. Diese Jobs seien "strukturell unterbezahlt" und hier sei ein staatliches Eingreifen nötig. "Wir brauchen ein höheres Lohnniveau in den sogenannten Frauenberufen", sagte sie den Zeitungen.

hcy/jm

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