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Bericht: Lammert könnte im Streit zwischen Bauern und Lebensmittelhandel schlichten

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Bauern bei einer Kundgebung in Bayern im Juli

Im Streit zwischen Bauern und Handel über die Lebensmittelpreise könnte nun der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) vermitteln. Wie der "Spiegel" am Freitag berichtete, gilt der Politiker als Wunschkandidat beider Seiten. Er soll demnach in dem Ende Januar gegründeten Lenkungsausschuss sitzen, der die Verhandlungen strukturieren soll.

Im Dezember hatte es heftige Bauernproteste gegen die in den Augen der Landwirte zu niedrigen Lebensmittelpreise gegeben. Mit ihren Traktoren blockierten sie unter anderem Warenlager des Discounters Aldi. Auslöser waren Preisverhandlungen für Butter - den Landwirten ging es aber auch um die generelle Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels.

Nach den Blockaden hatten sich Arbeitsgruppen gebildet, der "Spiegel" zitierte einen Vertreter des Handels, wonach den Vertretern von Aldi, Lidl, Edeka und Rewe "über ein Dutzend Bauernvertreter verschiedener Gruppierungen gegenübergesessen" hätten. Es gebe viel Streit.

Dem Magazin zufolge zeichnen sich nun zwei Forderungen ab: Der Bauernverband scheine auf althergebrachte Förderprogramme zu setzen, andere Gruppen wünschten sich, das Kartellrecht zu öffnen. So sollten sich Milchbauern in größeren Erzeugergemeinschaften zusammenschließen können, um mehr Druck auf Molkereien und Handel ausüben zu können. Der Handel denkt demnach über eine Kampagne für regionale Produkte nach.

hcy/ilo