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Berg- und Talfahrt an Mailänder Börse nach Wahl

Mit einer Berg- und Talfahrt hat die Börse in Mailand auf den ungewissen Ausgang der Parlamentswahl in Italien reagiert. Der Leitindex FTSE Mib schloss letztlich leicht im Plus. Zuvor hatten Prognosen über einen Sieg des Mitte-rechts-Bündnisses des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi im Senat aber satte Kursgewinne von fast vier Prozent wieder abschmelzen lassen und den Leitindex kurzzeitig sogar ins Minus geschickt.

Die ersten Prognosen nach Schließung der Wahllokale um 15.00 Uhr hatten noch das Mitte-links-Bündnis von Pier Luigi Bersani sowohl im Abgeordnetenhaus als auch im Senat vorn gesehen. Die Anleger reagierten darauf zunächst erleichtert. Zeitweise stiegen die Aktienkurse um 3,90 Prozent. Bankaktien legten um über vier Prozent zu - allen voran Papiere der HypoVereinsbank-Mutter UniCredit mit einem Aufschlag von 7,70 Prozent.

Spätere Hochrechnungen sagten jedoch einen Sieg von Berlusconis Bündnis im Senat und damit unklare Mehrheitsverhältnisse voraus. Denn eine stabile Regierung ist nur garantiert, wenn eines der Lager die Mehrheit in beiden Parlamentskammern erringt. Die Kurse rutschten deshalb vorübergehend ins Minus, stabilisierten sich zum Handelsschluss aber wieder. Der Leitindex FTSE Mib schloss mit einem kleinen Plus von 0,73 Prozent bei 16.352 Punkten.