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Berenberg: Kleinere Unternehmen sehen Optimierungsbedarf bei ESG-Ratings

FRANKFURT (dpa-AFX) -Aus Sicht kleinerer Unternehmen haben Nachhaltigkeitsratings noch Luft nach oben. Dies ergab eine am Mittwoch in Frankfurt vorgestellte Studie der Vermögensverwaltungssparte der Privatbank Berenberg unter europaweit rund 100 Unternehmen aus dem Small- und Mid-Cap-Bereich. Demnach hätten sich die Ratings in den vergangenen Jahren zwar verbessert, würden aber immer noch nicht zufriedenstellend die Nachhaltigkeit (ESG; Environmental, Social und Corporate Governance) der Unternehmen widerspiegeln.

Laut der Studie sind knapp 80 Prozent der Umfrageteilnehmer der Ansicht, dass ihr Unternehmen durch ESG-Ratings nicht richtig bewertet wird. Mehr als die Hälfte habe angegeben, dass nur einige Ratings die tatsächliche Nachhaltigkeitsperformance ihres Unternehmens korrekt widerspiegeln. Rund ein Viertel ist demnach der Ansicht, dass ESG-Ratings im Allgemeinen nicht die Realität in den Unternehmen zeigen.

In diesem Zusammenhang bemängelten die befragten Unternehmen eine unter dem Strich mangelnde Offenheit der Anbieter von Nachhaltigkeitsratings, auch wenn sich einige Ratingagenturen laut Berenberg in diesem Punkt deutlich unterscheiden. Als Probleme seien oft Aufgeschlossenheit und Qualität des Austauschs genannt worden, unter anderem mit Blick auf inhaltliche Expertise und Ressourcen für einen kritischen Dialog.

Dabei sind ESG-Ratings nach Auffassung der befragten Unternehmen zwar ein wichtiger Faktor, um Investoren zu binden oder für sich zu gewinnen. Allerdings würden wesentliche ESG-Aspekte im Gespräch mit Anlegern nicht immer zur Sprache kommen. Damit besteht den Nachhaltigkeits-Experten von Berenberg zufolge die Gefahr, Täuschungen und falsche Versprechen (Greenwashing) nicht zu erkennen.

Nicht zuletzt angetrieben durch regulatorische Maßnahmen ist der Markt für nachhaltige Anlagen in Deutschland in den letzten Jahren zwar stark gewachsen, befindet aber immer noch auf relativ niedrigem Niveau. Der Anteil derart gemanagter Publikumsfonds, Mandate und Spezialfonds an der gesamten Fondsbranche hierzulande betrug 2023 laut dem Forum Nachhaltige Geldanlage 13 Prozent.