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Benzin-Wucher in Deutschland: Studie zeigt, wie stark Tankstellen Preiserhöhungen auf die Kunden abwälzen

·Lesedauer: 2 Min.

Wer als Autofahrer in den vergangenen Wochen eine Tankstelle besuchte, wollte teilweise seinen Augen kaum trauen. 1,50 Euro je Liter Benzin und 1,36 Euro je Liter Diesel sind keine Ausnahmen mehr, sondern die Standardpreise an deutschen Tankstellen — wenn man Glück hat. Die Benzinpreise sind seit Jahresbeginn so stark am Steigen, dass sich der Kraftstoff im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel verteuert hat.

Neben dem weltweit steigenden Rohölpreis treiben in Deutschland besonders zwei Faktoren den Preis in die Höhe: die eingeführte CO2-Steuer für den Klimaschutz und die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Ökonomen untersuchten nun, wie sehr die Mineralölunternehmen den CO2-Preis und die Steuererhöhung an die Verbraucher abgeben und kamen zu einem unerfreulichen Ergebnis.

Die Studie, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorliegt, kam zu der Erkenntnis, dass die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer und die Einführung der CO2-Abgabe zum Neujahr stärker auf die Autofahrer abgewälzt werden als die Mehrwertsteuersenkung im Juli. Autofahrer sind nun von den Preiserhöhungen stärker betroffen, als das sie von den Steuersenkungen im Sommer profitieren konnten.

Absatz seit Jahresbeginn stark gesunken

Dabei tritt auch zum Vorschein, dass der Dieselpreis stärker auf die Steuersenkung und Anhebung reagierte. Die Mehrwertsteuersenkung wurde der Studie zufolge beim Diesel zu 79 Prozent an die Autofahrer weitergegeben, die Wiederanhebung und der CO2-Preis allerdings zu 92 Prozent. Bei Super E10 wurde zu 52 Prozent die Steuersenkung an die Fahrer weitergeben. Die Anhebung wird hier allerdings auch zu 75 Prozent von den Konzernen auf die Autofahrer abgewälzt.

Die Preisabwälzung macht sich jedoch auch im Absatz bemerkbar. Der Mineralölwirtschaftsverband berichtet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im ersten Quartal 2021 von deutlich niedrigeren Benzinabsätzen. Der Benzinabsatz sank dem Verband zufolge um 12 Prozent, beim Diesel waren es sogar 14 Prozent. Allerdings spielen hier die Corona-Maßnahmen auch eine wichtige Rolle. Während zu Beginn des Jahres Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für ein geringeres Verkehrsaufkommen sorgten, gab es im ersten Quartal 2020 kaum einschränkende Maßnahmen.

Vergleicht man jedoch den Dezember 2020 mit dem Januar 2021, zeigt sich ein deutliches Bild. Nach der Einführung der CO2-Abgabe im Januar ist der Benzinabsatz von 1,3 Millionen auf 982.000 Tonnen gesunken, wie die "FAZ" berichtet. Der Dieselabsatz sank ebenfalls drastisch von 2,8 Millionen auf 2,2 Millionen Tonnen. Einen vergleichbaren Rückgang habe es dem Verband zufolge noch nie gegeben.

kh

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