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Belarus-Grenze: EU-Kommissarin sieht 'klare Deeskalation' der Lage

·Lesedauer: 1 Min.

VILNIUS (dpa-AFX) - In der Krise um Migranten an der östlichen EU-Außengrenze zu Belarus hat sich die Lage nach Ansicht von EU-Innenkommissarin Ylva Johansson entspannt. "Wir haben jetzt eine klare Deeskalation der Situation", sagte Johansson am Freitag bei einer Konferenz in der litauischen Hauptstadt Vilnius. "Lukaschenko scheint sein Interesse daran verloren zu haben, die Migranten auf instrumentalisierte Weise einzusetzen." Doch gelte es, weiterhin wachsam zu sein.

Seit Monaten versuchen Tausende Migranten, aus Belarus über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisengebieten wie dem Irak oder Afghanistan nach Minsk eingeflogen zu haben, um sie dann in die EU zu schleusen. Besonders betroffen davon war anfangs Litauen.

"Wir waren wirklich in einer Krise. Wir haben diese Aggression von Lukaschenko gesehen", sagte Johansson mit Blick auf ihren letzten Besuch in Litauen im August 2021. Die EU-Kommissarin lobte den Baltenstaat und die gastgebende Innenministerin Agne Bilotaite für den Umgang mit der Krise. "Ich denke, Sie haben sehr gut gehandelt, um mit dieser sehr schwierigen Situation umzugehen".

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