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Belarus: Aktivistin der polnischen Minderheit inhaftiert

·Lesedauer: 1 Min.

WARSCHAU (dpa-AFX) - Nach der Inhaftierung einer Aktivistin der polnischen Minderheit in Belarus hat Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki die Führung in Minsk aufgefordert, diese Gruppe nicht zu verfolgen. "Wir werden nicht erlauben, dass Polen so behandelt und als Geiseln genommen werden, dies ist nicht vereinbar mit internationalen Standards", sagte Morawiecki am Mittwoch in Warschau. Der Geschäftsträger der belarussischen Botschaft sei wegen des Vorfalls ins polnische Außenministerium einbestellt worden.

Am Dienstag hatten die belarussischen Behörden die Chefin des Verbandes der Polen in Belarus, Andzelika Borys, festgenommen. Am Mittwoch wurde sie zu 15 Tagen Haft verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen, sie habe eine "unerlaubte Massenveranstaltung" organisiert - einen jährlichen Kunsthandwerkermarkt in der Stadt Grodno an der Grenze zu Polen.

Belarus steckt seit der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl vom 9. August in einer tiefen innenpolitischen Krise. Machthaber Alexander Lukaschenko ließ sich nach 26 Jahren an der Macht zwar mit 80,1 Prozent der Stimmen erneut zum Sieger erklären, die Demokratiebewegung des Landes sieht allerdings Swetlana Tichanowskaja als wahre Siegerin. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an und verhängte Sanktionen. Nach der Wahl kam es monatelang zu Massenprotesten mit rund 30 000 Festnahmen, Hunderten Verletzten und zahlreichen Toten.

Lukaschenko hatte das Nachbarland Polen mehrfach beschuldigt, hinter den Protesten zu stecken. In Belarus, das zehn Millionen Einwohner hat, wird die polnische Minderheit auf knapp 300 000 Menschen geschätzt.