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Beiersdorf erweitert den Hamburger Campus um Innovationszentrum

·Lesedauer: 2 Min.

Der Nivea-Hersteller baut für 60 Millionen Euro einen Technologie-Hub. Dort sollen Produkte schneller entwickelt und marktfähig gemacht werden.

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf investiert 60 Millionen Euro in den Bau eines Technologiezentrums. Das teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. „Wir setzen trotz der Krise auf Innovationen“, sagte Stefan De Loecker, Vorstandsvorsitzender von Beiersdorf, „damit stärken wir unsere Innovationskultur und bauen unsere Position als weltweit führender Experte in der Hautpflege deutlich aus.“ Dies sei ein starkes Signal.

Der Konsumgüterkonzern durchlebt, wie viele Unternehmen, ein schwieriges Jahr. In den ersten neun Monaten des Jahres ist der Konzernumsatz durch die Auswirkungen der Coronakrise organisch um rund sieben Prozent auf 5,2 Milliarden Euro gefallen. Die Volumenmarke Nivea erlitt Umsatzeinbußen ebenso wie die Premiummarke La Prairie.

In der Konsumgüterbranche sind Innovationen überlebenswichtig. Das Technologiezentrum soll Räume für Austausch und Kooperation bieten – intern wie extern. Dazu gehörten Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Start-ups, aber auch Kunden und Lieferanten, teilte Beiersdorf weiter mit.

„Von der Idee bis zum fertigen Produkt werden wir im Technology Center sämtliche Bereiche in die Entwicklung einbeziehen können: von neuen Produktformeln über neue Technologien und neue Verpackungsentwicklungen bis hin zu gänzlich neuen Produktionsprozessen sowie Ideen für die Vermarktung“, erläuterte De Loecker. Neue Produkte sollen dadurch schneller als bisher entwickelt, getestet und marktfähig gemacht werden können.

Das Vorhaben soll die Innovationsfähigkeit in den Bereichen Personalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit stärken – dies sind die Top-Themen des Unternehmens. Die Einstellung neuer Mitarbeiter sei mit dem neuen Technologiezentrum allerdings nicht verbunden, teilte eine Beiersdorf-Sprecherin auf Anfrage mit. Vielmehr gehe es um eine Verlagerung bereits vorhandener Stellen.

Mehr als eine halbe Milliarde Euro investiert der Konzern in den „Beiersdorf Campus“ am Heimatstandort in Hamburg-Elmsbüttel sowie in ein neues Werk in Leipzig-Seehausen. Das Technologiezentrum wird in Hamburg in direkter Nachbarschaft zur neuen Konzernzentrale und zum Produktionszentrum Beiersdorf Manufacturing Hamburg GmbH errichtet. Allein die neue Zentrale kostet 250 Millionen Euro und bietet 3000 Büro- und Laborarbeitsplätze. Diese Pläne werden nun erweitert, bis 2024 wird das Zentrum den Campus vervollständigen.

Auch Konkurrent Henkel stärkt seine Innovationskraft mit der Errichtung eines neuartigen Innovationszentrums in Düsseldorf. Das Zentrum, das in der umsatzstarken Klebstoffsparte des Dax-Konzerns angesiedelt ist, hat eine Investitionssumme von 130 Millionen Euro. Das Gebäude auf dem Werksgelände im Düsseldorfer Süden soll im kommenden Jahr von rund 500 Forschern und Entwicklern des Bereichs Adhesive Technologies bezogen werden.

In der Entwicklung wird inzwischen auf Transparenz auch gegenüber dem Kunden gesetzt. Die Zeiten, in denen sich die Wissenschaftler hinter Labortüren verschanzt haben, sind vorbei. Das wollen die beiden größten Konsumgüterkonzerne Deutschlands offenbar nicht zuletzt über ihre Innovationszentren erreichen.