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Behörde räumt Fehler bei angeblichen Schallbelastungen durch Windräder ein

·Lesedauer: 1 Min.
Windkraftanlage

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) steht wegen einer offensichtlich fehlerhaften Studie zu angeblichen Schallbelastungen durch Windkraftanlagen in der Kritik. Laut einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" wurden in einer Studie der dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellten Behörde Belastungen durch unhörbaren Infraschall deutlich höher angegeben als tatsächlich von den Anlagen abgegeben, nämlich mit 100 Dezibel statt mit 64 Dezibel.

Die erstmals 2009 veröffentlichte Studie wird bis heute bundesweit häufig von Windkraftgegnern als ein Beleg für Gesundheitsgefahren angeführt, die von Windkraftanlagen ausgehen würden. Abweichende wissenschaftliche Erkenntnisse waren laut "Zeit" jahrelang vom BGR nicht berücksichtigt worden. Der Erlanger Physiker Martin Hundhausen sprach in der "Zeit" von einem "systematischen Fehler" in der Studie der Behörde, der dieser längst habe auffallen müssen.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) kritisierte das Verhalten der BGR scharf. "Bundesbehörden müssen ihre Aussagen wissenschaftlich fundiert treffen und dürfen nicht zum Stichwortgeber der Energiewende-Gegner werden", sagte BEE-Präsidentin Simone Peter der "Zeit". Der gemessene Infraschall von Windenergieanlagen sei – anders als von Windkraftgegnern oft mit Verweis auf die Studie behauptet – weder gefährlich noch in irgendeiner Weise schädlich.

Die Behörde räumte laut "Zeit" den Fehler auf Nachfrage ein. Dieser ist demnach auf eine falsche Programmierung bei der Berechnung zurückzuführen. Geplant seien nun neue Messreihen an "modernen Windanlagen".

bk/ilo