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Bedeutung: Wofür steht eigentlich der Gründonnerstag?

Stefica Budimir-Bekan
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Wieso heißt der Gründonnerstag eigentlich so, warum wäscht der Papst Gläubigen an diesem Tag die Füße und warum gilt in einigen Bundesländern Tanzverbot? Der stille Feiertag hat eine wichtige Bedeutung für die Christen und ist sogar auf einem berühmten Gemälde verewigt. Wisst ihr, welchem?

Er ist zwar eigentlich kein richtiger Feiertag, doch viele Christen feiern ihn dennoch groß: den Gründonnerstag. Bei Kirchenmessen wird die Eucharistie besonders zelebriert und auch zu Hause wird beim gemeinsamen Essen an das letzte Abendmahl Christi erinnert. Es handelt sich immer um den Donnerstag vor Ostern, der dieses Jahr auf den 1. April fällt. Doch welche Bedeutung hat der Tag vor Karfreitag, auch Palmdonnerstag genannt? 

Eines der berühmtesten Gemälde der Welt hält das für Christen wichtige Ereignis fest, das sich laut Bibel an diesem Tag abspielte: das letzte Abendmahl Jesu von Leonardo da Vinci. Denn das ist es, was Jesus am Gründonnerstag gemacht haben soll: Er brach ein Stück Brot, trank Wein und feierte sein letztes Essen mit seinen Jüngern. Er wusch ihnen als Zeichen der Nächstenliebe außerdem die Füße und ging mit ihnen nach dem Abendmahl zum Ölberg, um dort zu beten. Der Gründonnerstag ist ein Gedächtnistag, an diesem Tag begann das Leiden und Sterben Jesu. 

ITALY - DECEMBER 21:  Milan, Pinacoteca Di Brera (Art Gallery, Paintings) Copy of the Last Supper by Leonardo da Vinci, by Cesare Magni (first half of 16th century). (Photo by DeAgostini/Getty Images)
Dieses Gemälde von Leonardo da Vinci zeigt das letzte Abendmahl Jesu (Bild: DeAgostini/Getty Images)

Wieso heißt der Donnerstag vor Ostern Gründonnerstag?

Wenn man einigen Überlieferungen Glauben schenken möchte, stammt der Name Gründonnerstag vom mittelhochdeutschen Wort "greinen" ab, das "wehklagen" bedeutet. Da Jesus am Abend des Gründonnerstags von Judas verraten wurde und da sein Leiden begann, wurde an diesem Tag viel geweint. Eine andere Erklärung bezieht sich auf das lateinische Wort "virides", was übersetzt "die Grünen" heißt. So wurden im Mittelalter die Büßer genannt, die nach der Fastenzeit und dem Kirchenbußerlass am Tag vor Karfreitag wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden.

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Auch die Farbe Grün könnte für den Namen verantwortlich sein, da sie für Hoffnung steht. Auch könnte Gründonnerstag auf den Brauch zurückgehen, bei dem an diesem Tag Kräuter und grünes Gemüse gegessen wird. Auch heute noch gibt es am Gründonnerstag üblicherweise grünen Kohl, Brunnenkresse, Spinat, Salat, Kräutersuppe oder Rapunzelsalat zum Essen.

Auch der Papst wäscht Gläubigen die Füße

Lange Zeit wusch der Papst nur Priestern die Füße. Doch Papst Franziskus brach mit dieser Tradition und führt diesen Brauch Jesu seit seinem Amtsantritt auch bei Kranken, Behinderten und sogar Gefängnishäftlingen durch. Damit habe Jesus zeigen wollen, was "Dienen am Nächsten“ bedeute, so der Papst. Seit 2016 sind auch Frauen und Mädchen zur Fußwaschung zugelassen.

Pope Francis kisses the foot of an inmate at the Regina Coeli prison during the Holy Thursday celebration in Rome, Italy, March 29, 2018. Osservatore Romano/Handout via REUTERS    ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY     TPX IMAGES OF THE DAY
Papst Franziskus küsst die Füße eines Strafgefangenen (Bild: Reuters)

Tanzverbot in einigen Bundesländern

Am Gründonnerstag wusste Jesus bereits, dass ihn einer seiner Anhänger, Judas, verraten hatte. Einen Tag später, am Karfreitag, wurde er gekreuzigt. Weil am Gründonnerstag die heiligen drei Tage ("Triduum Sacrum") von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn beginnen und bis Ostersonntag andauern, gibt es in einigen Bundesländern, darunter Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, an diesem Tag Tanzverbot. 

Ostern: Diese Bedeutungen stecken hinter den Feiertagen

Bei der Abendmahlmesse am Gründonnerstag läuten nach katholischer Tradition außerdem alle verfügbaren Glocken der Kirche. Dann verstummen sie aus Trauer um den Tod Jesu am Kreuz bis zur Osternachtsfeier. Denn dann wird die Auferstehung Christi gefeiert.

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