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Becton Dickinson Aktie: Schaufelhersteller in der Corona-Pandemie

Florian Hainzl, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Coronavirus Covid19 Impfstoff Corona-Impfung

Neben Technologie-Unternehmen stellen Firmen mit wenig konjunktursensitiven Geschäftsmodellen einen immer größeren Bestandteil meines Depots dar. Allerdings sind viele Aktien, die dieses Kriterium erfüllen, nach den Kursgewinnen infolge des Einbruchs im letzten März inzwischen teuer bewertet. Trotzdem gibt es noch vereinzelt Perlen zu finden, bei denen die Chancen die Risiken in meinen Augen überwiegen. Bei Becton Dickinson (WKN: 857675) könnte es sich genau um einen solchen Fall handeln.

Im Gegensatz zu vielen anderen Aktien handeln die Scheine des Marktführers in vielen Bereichen der Medizintechnik immer noch in Sichtnähe des Tiefs aus der Corona-Pandemie. Das ist doch recht verwunderlich, da das Unternehmen seinen Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sogar in diesem schwierigen Umfeld recht stabil halten konnte. Nachdem das Geschäftsjahr 2020 noch von weniger Routinebehandlungen und aufgeschobenen nichtakuten Eingriffen geprägt war, verzeichnete Becton Dickinson im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 einen Umsatzsprung.

Überall im Kampf gegen COVID-19 zu finden

Die Produkte stehen nicht im Zentrum der Berichterstattung über COVID-19. Trotzdem zieht Becton Dickinson einen Nutzen aus seiner breiten Aufstellung. Das Unternehmen profitiert von dem gestiegenen Bedarf nach Testkapazitäten für COVID-19-Nachweise. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte die zugehörige Geschäftseinheit ihren Umsatz mehr als verdoppeln. Daneben gewinnt auch das Segment BD Medical durch die gestiegene Nachfrage nach Spritzen für die Verabreichung der Impfstoffe.

Aber auch für eine Zeit ohne Corona ist das Unternehmen gerüstet. Viele der Behandlungen sind nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Nach eigenen Angaben erzielt man 90 % der Umsätze mit Produkten, bei denen man über die Marktführerschaft verfügt. Für die Kunden bietet das recht umfassende Produktportfolio den Vorteil, dass ein einziger Hersteller große Teile ihres Bedarfs an Verbrauchsmaterialien und Einwegprodukten abdeckt. Da 85 % der Erlöse wiederkehrend sind, steigert das die Effizienz auf der Seite der Einkäufer.

Als Ursache für das schwache Abschneiden am Kapitalmarkt lässt sich sicherlich der relativ hohe Verschuldungsgrad von Becton Dickinson beim Ausbruch der Corona-Pandemie aufführen. In 2015 und 2017 hat man mit CareFusion und Bard zwei größere Akquisitionen durchgeführt. Erst zum Ende des ersten Quartals 2021 hat man wieder den Zielwert für die Nettoverschuldung von 2,5 erreicht. Dazu war allerdings eine Kapitalerhöhung über 3 Mrd. US-Dollar im Mai 2020 notwendig. Davon ist 1 Mrd. US-Dollar in den Abbau der Verschuldung geflossen.

Ist die Aktie von Becton Dickinson ein Kauf?

Das Unternehmen sollte auch in normalen Perioden durch seine Innovationskraft und Marktposition wachsen können. Durch den fortgeschrittenen Schuldenabbau stehen zukünftig hierfür auch die Mittel für weitere Investitionen zur Verfügung.

Mit einer erwarteten Free-Cashflow-Rendite von 4,6 % für das Geschäftsjahr 2021 ist das Unternehmen in meinen Augen attraktiv bewertet. Das Geschäft liefert hohe operative Margen und sollte auch zukünftig hohe Geldzuflüsse für die Aktionäre liefern.

Der Artikel Becton Dickinson Aktie: Schaufelhersteller in der Corona-Pandemie ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Becton Dickinson. The Motley Fool empfiehlt Becton, Dickinson.

Motley Fool Deutschland 2021