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BDI warnt vor mehrwöchigem Produktionsausfall bei hartem Corona-Lockdown

·Lesedauer: 1 Min.
Thyssen-Werk in Duisburg

In der Debatte um eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor einem mehrwöchigen Produktionsausfall und der Unterbrechung von Lieferketten gewarnt. Ein harter Lockdown mit Betriebsschließungen könne "uns leicht das komplette Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr kosten – und wir würden dann vom Absturz im vergangenen Jahr nichts wieder aufholen", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben).

"Die Industrie stillzulegen würde mindestens eine Woche dauern, da viele LKWs ja noch auf der Straße sind, chemische Anlagen nicht von heute auf morgen und Hochöfen auf die Schnelle gar nicht runtergefahren werden können", sagte Russwurm. Auch würde es laut Russwurm nach dem Ende eines solchen Lockdowns mehrere Wochen dauern, bis die unterbrochenen Lieferketten wieder funktionieren.

Das von zahlreichen Wissenschaftlern geforderte Prinzip "No Covid" bezeichnete Russwurm als "schöne Vorstellung". Sie funktioniere aber "nur als Gedankenexperiment", sagte der BDI-Präsident. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben."

isd