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Bayerns Startelf: Wie Flick nun mit Sané und Gnabry plant

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 4 Min.

"Von jedem Spieler, der in die Mannschaft kommt, ist die Leistung ansprechend."

Hansi Flick hat sich am Montag sichtlich zufrieden über die zuletzt gezeigten Darbietungen seiner Spieler gezeigt. Die Münchner befinden sich inmitten eines Mammut-Programms und treten am Dienstagabend zum Champions-Auswärtsspiel bei Lok Moskau an. (Champions League: Lokomotive Moskau - FC Bayern München am Di. ab 18.55 Uhr im LIVETICKER)

Vor allem die Königsklasse dürfte derzeit als Gradmesser dafür dienen, wen der Cheftrainer zu den derzeit elf stärksten Spieler zählt, zumal er bislang im Bundesliga-Alltag und im Auftakt des DFB-Pokals rotiert hat.

Immer gesetzt sind unter Flick derzeit Manuel Neuer, David Alaba, Lucas Hernández, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Thomas Müller und Robert Lewandowski.

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Auf anderen Positionen haben sich Duelle entwickelt! SPORT1 nennt sie.

Niklas Süle (25) vs. Jérôme Boateng (32)

Süle wurde zuletzt gegen Eintracht Frankfurt geschont, dafür konnte sich Boateng zeigen. Beim Champions-League-Auftakt gegen Atlético Madrid (4:0) musste der Weltmeister von 2014 auf die Bank und Süle spielte durch. Beide Spieler sind Rechtsfüße, weshalb Linksfuß Alaba auf der halblinken Position in der Innenverteidigung gesetzt ist.

Boateng vertrat Süle während dessen Kreuzbandriss-Ausfall hervorragend und hatte maßgeblich Anteil am Triple der Vorsaison. Süle soll hingegen wieder zu alter Stärke zurückfinden und ist der Abwehrboss der Zukunft. Flick dürfte zwischen beiden Spielern weiterhin rotieren, Süle hat dennoch die Nase vorn und dürfte in Moskau starten.

Benjamin Pavard (24) vs. Bouna Sarr (28)

Pavard wurde gegen Frankfurt ebenfalls geschont. In Lissabon kehrte er nach seiner Bänderverletzung an der linken Fußwurzel schneller als erwartet zurück, in den Planungen von Flick spielt er eine große Rolle. In Triple-Form ist Pavard aber noch nicht, zudem sieht er sich perspektivisch in der Innenverteidigung.

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Mit Landsmann Sarr wurde für Pavard ein Backup verpflichtet, der seine Rolle als Rechtsverteidiger weitaus offensiver interpretiert als der Ex-Stuttgarter. In bislang 271 Pflichtspielminuten lieferte Sarr bereits drei Assists, Pavard ist noch ohne Scorerpunkt. Sarr spielte gegen die Eintracht 90 Minuten und zeigte eine ordentliche Partie. Ihm ist aber anzumerken, dass er sich noch an das Niveau seiner Mitspieler gewöhnen muss.

Gegen Moskau dürfte Pavard gesetzt sein, aber Sarr hängt ihm im Nacken. Auf SPORT1-Nachfrage sagt Flick zum Rechtsverteidiger-Duell: "Es ist immer wichtig, dass man in der Breite Qualität hat. Bouna hat (gegen Frankfurt, d. Red.) ein gutes Spiel gemacht. Für alle anderen Spieler ist es immer wichtig zu sehen, dass da einer ist, der auch richtig gut ist. Das kitzelt vielleicht nochmal das ein oder andere Prozent raus. Wenn das so ist, bin ich total happy."

Kingsley Coman (24) vs. Leroy Sané (24)

Coman nahm den Schwung seines goldenen Tores im Champions-League-Finale mit in die neue Saison und erzielte in bislang fünf Pflichtspielen zwei Tore und lieferte zwei Assists. Coman wirkt fit, ist deutlich zielstrebiger und effektiver vor dem Tor geworden und erfährt von Flick enorme Unterstützung.

Wenngleich Sané gegen Frankfurt sehenswert von der rechten Außenbahn traf und die Außenbahnspieler unter Flick immer wieder die Seiten tauschen, so muss sich Sané links vorerst gegen Coman durchsetzen. Der deutsche Nationalspieler feierte am Samstag gegen die Hessen sein Comeback, nachdem er zuvor dreieinhalb Wochen wegen einer Kapselverletzung im rechten Knie ausfiel. Die Bayern wollen Sané behutsam ranführen und unter keinen Umständen eine erneute Verletzung riskieren. Über den Neuzugang von Manchester City sagte Flick am Montag: "Bei ihm gibt es noch einige Luft nach oben."

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Coman dürfte gegen Moskau in der Startelf stehen. Als Backup wurde Sané aber nicht verpflichtet. Zulegen muss er aber vor allem in der Defensiv-Arbeit. Als er gegen Frankfurt nach einen Ballverlust stehenblieb, gab es von Flick einen lautstarken Rüffel.

Serge Gnabry (25) vs. Douglas Costa (30)

"Er ist immer ein Startelfkandidat. Wir sind froh, dass er wieder da ist", kündigte Flick an, nachdem Gnabry in den vergangenen fünf Tagen aufgrund eines falschen Corona-Tests nicht bei der Mannschaft war. Gegen Moskau ist er wieder Teil des Teams und drängt nach einer Mini-Pause und Training im Home Office wieder in die Startelf.

Costa deutete gegen Frankfurt an, dass er mit seiner Schnelligkeit und seinem Fintenreichtum eine Belebung für das Bayern-Team sein kann. Ihm fehlt aber auch noch die Bindung zu seinen neuen Mitspielern. Gnabry ist der Flügel-Mann der Zukunft und war bis zu seiner Corona-Pause in guter Form. Am Montag nahm er wieder das Mannschaftstraining auf. Costa macht aber Druck auf ihn und könnte gegen Moskau erneut starten.