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Bayer beantragt EU-Zulassungserweitung für Nierenmedikament für Diabetiker

·Lesedauer: 1 Min.

AMSTERDAM/BERLIN (dpa-AFX) - Bayer <DE000BAY0017> strebt für sein Medikament Kerendia zur Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und Typ-2-Diabetes eine Zulassungserweiterung in der EU an. Finerenon, das unter dem Markennamen Kerendia vertrieben wird, soll demnach auch für Patienten in frühen Stadien der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D) eingesetzt werden, wie der Pharma- und Agrarchemiekonzern am Mittwoch mitteilte. Ein entsprechender Antrag sei bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gestellt worden.

Seit Februar ist Kerendia in der EU für erwachsene Patienten mit CKD (Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) in Verbindung mit T2D zugelassen. Das Medikament soll unter anderem das Risiko für Nierenversagen und Herzprobleme verringern. In den USA darf das Mittel bereits seit vergangenen Sommer verkauft werden.

Der Erfolg neuer Medikamente ist wichtig für Bayer. So laufen in den kommenden Jahren nach und nach die Patente für den Blutgerinnungshemmer Xarelto sowie für das Augenmedikament Eylea aus, die aktuell für Milliardenumsätze sorgen. Dann können Konkurrenten günstigere Nachahmermittel auf den Markt bringen, die Erlöse werden also sinken. Auf lange Sicht verspricht sich der Chef der Bayer-Pharmasparte, Stefan Oelrich, zwar Rückenwind durch die Gen- und Zelltherapieforschung. Bis zur Zulassung erster Therapien wird es aber noch einige Jahre dauern.

Medikamente wie Nubeqa gegen bestimmte Formen des Prostatakrebses sowie Kerendia könnten helfen, die Erlöslücke in diesen Jahren gering zu halten.