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Bayer-Aktie: Bis 2024 soll alles besser werden

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Bayer Crops
Bayer Crops

Die Bayer (WKN: BAY001)-Aktie verlor im letzten Jahr (2020) weiter an Wert und auch kurzfristig ist keine Wende erkennbar. Vom Allzeithoch hat Bayer bereits mehr als 64 % an Wert verloren (11.03.2021).

Wenn es nach dem Vorstand geht, soll diese Schwächephase bald enden. So hat sich der Konzern bis 2024 nun folgende neue Ziele verordnet.

Bayer möchte profitabler werden

In den letzten Jahren ist Bayers Umsatz gesunken und das Ergebnis fiel 2020 mit -10,5 Mrd. Euro Verlust sehr negativ aus. In den kommenden Jahren wird der Umsatz nach Aussagen des Vorstandschefs Werner Baumann hingegen wieder steigen.

Darüber hinaus wird eine Stärkung von Ertrag und Cashflow angestrebt. Dazu sollen Sparmaßnahmen und eine weitere Transformation des Konzerns beitragen, sodass die jährlichen Kosten bis 2024 um 1,5 Mrd. Euro sinken. Somit würde die Profitabilität (Gewinnmarge) anziehen.

„Bei Crop Science wollen wir ab 2022 über dem Markt wachsen. Bei Consumer Health ist ebenfalls ein Wachstum über dem Markt geplant. Und bei Pharmaceuticals sind wir mit unserer späten Pipeline erfolgreich sowie mit unseren Zukunftsinvestitionen sehr gut aufgestellt. Wir planen, trotz der Patentabläufe bei Pharma weiter zu wachsen, und erwarten lediglich 2024 einen begrenzten Umsatzrückgang“, so Werner Baumann.

Bayers Wachstumstreiber

Bayer möchte mit allen drei Segmenten (Agrar, Pharma und freiverkäufliche Mittel) von Zukunftstrends profitieren. Werner Baumann nennt die alternde Weltbevölkerung sowie die Biorevolution, zu der die Zellbiologie, Genomeditierung und Datenwissenschaft gehören.

Im Agrarsegment sollen neue Pflanzensorten weniger Dünger und Wasser verbrauchen und dennoch mehr Ertrag bringen. Im Pharmasegment möchte der Konzern über neue Therapien zukünftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern.

Die Ziele in Zahlen

Bayer möchte seinen Umsatz bis 2024 auf 43 bis 45 Mrd. Euro steigern. 2020 waren es 41,4 Mrd. Euro, sodass sich daraus eine Steigerung um 3,9 bis 8,7 % ergibt. Für das Ergebnis je Aktie strebt Bayer bis 2024 je Aktie 7,00 bis 7,50 Euro und für den freien Cashflow 5 Mrd. Euro an.

Die Agrar (Crop Science)-Sparte zielt bereinigt auf ein jährliches Wachstum von 3 bis 5 %. Dazu sollen neue und bessere Pflanzensorten und -schutzmittel beitragen.

Für das Pharmasegment plant Bayer ein bereinigtes jährliches Wachstum von ebenfalls 3 bis 5 %. 2024 wird es jedoch wahrscheinlich aufgrund von Patentausläufen zu einem Umsatzrückgang kommen. Hoffnungen setzt Bayer in den Bereich der sehr zukunftsträchtigen Gen- und Zelltherapien. Er wurde zuletzt über gezielte Zukäufe gestärkt.

Für sein Consumer-Health-Segment strebt Bayer ebenfalls ein bereinigtes jährliches Umsatzwachstum von 3 bis 5 % an.

Darüber hinaus plant der Konzern nach einer Begleichung der Glyphosat-Strafzahlungen vor allem einen Abbau seiner Schulden. Wie bekannt wurde, soll nun im Mai 2021 eine richterliche Entscheidung über die Behandlung aller zukünftigen US-Glyphosat-Klagen fallen.

Foolishes Fazit

Wie die Ziele zeigen, wird Bayer in den kommenden Jahren keine großen Umsatzsprünge vollziehen. Die Aktie könnte sich nach einer Lösung des US-Glyphosatproblems aufgrund der aktuell günstigen Bewertung zukünftig trotzdem wieder besser entwickeln.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021