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Bauindustrie: Warum Bauen 2021 teurer wurde

·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.
Eine Baustelle in Berlin, bei dem ein Wohnhaus aus Holzmodulen gebaut wird.
Bauprojekte sind 2021 deutlich teurer geworden. Vor allem, wenn wie bei diesem Berliner Modulhaus viel Holz als Baumaterial verwendet wird. (Bild: Maja Hitij/Getty Images)

Es hat sich angedeutet: Durch weltweite Materialengpässe steigen die Baupreise in Deutschland erheblich an. Allein in den letzten Monaten wurde der Wohnungsbau deutlich teurer.

Schlechte Nachrichten für alle, die gerade dabei sind, ein Haus oder eine Wohnung zu bauen. Die Preise sind in diesem Sommer rapide angestiegen. Das liegt vor allem an der weltweiten Knappheit von Baumaterialien. Und so schnell wird sich der Markt wohl erst einmal nicht wieder entspannen, prognostizieren Experten.

Wohnungsbau wird zwölf Prozent teurer

Die Erklärung für die Preissteigerung liegt zum einen an den Lieferengpässen der Baumaterialien und zum anderen an der wieder angehobenen Mehrwertsteuer, erklärt Tim-Oliver Müller, Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie gegenüber der Fachseite B_I-Medien. "Der deutliche Anstieg der Preise für den Neubau von Wohngebäuden im August 2021 von 12,6 % binnen Jahresfrist ist das Ergebnis der stark gestiegenen Baumaterial-Preise. Für die Unternehmen bedeutet dies aber keine Ergebnissteigerung." Auch ohne die Aufhebung der Mehrwertsteuer-Senkung hätte die Preissteigerung bei fast zehn Prozent gelegen, so Müller.

Knappheit bei Baumaterialien

Vor allem bei Bauholz gibt es schon seit Monaten weltweite Engpässe. Der Markt war teilweise regelrecht leergekauft, so dass die Preise für den Wohnungsbau dementsprechend anstiegen. Der Erzeugerpreis für Bauholz stieg um 120 Prozent, Kosten für Zimmer- und Holzbauarbeiten um immerhin satte 46,5 Prozent. Profit machen die Bauunternehmen dabei nicht. Denn die blieben bei bestehenden Verträgen häufig auf den Mehrkosten sitzen, erklärt Müller. Dafür werden die gestiegenen Materialkosten bei kommenden Bauprojekten eingepreist.

Auch Betonpreis steigt

Die Preissteigerung betrifft übrigens nicht nur den Wohnungsbau. Auch öffentliche Bauprojekte haben mit den gestiegenen Kosten zu kämpfen. Denn Materialien wie Betonstahl, der etwa beim Brückenbau verwendet wird, sind deutlich teurer geworden. Müller bezifferte den Preisanstieg im Bereich Straßenbrücken bei etwa 13 Prozent. Auf das gesamte Jahr 2021 schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Preissteigerung für Bauleistungen auf über sieben Prozent.

Im kommenden Jahr soll sich die Lage für den Wohnungsbau wieder etwas beruhigen. Ab Sommer sei mit einem Ende der Lieferengpässe zu rechnen. Deshalb hält Müller die Prognose des DIW, das auch für 2022 mit einer 5,6 prozentigen Preissteigerung für Bauprojekte rechnet für zu hoch angesetzt.

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