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Bauern erwarten 2021 erneut "unterdurchschnittliche Ernte"

·Lesedauer: 2 Min.
Weizenfeld in Nordrhein-Westfalen (AFP/INA FASSBENDER)

Die deutschen Bauern und Bäuerinnen rechnen in diesem Jahr erneut mit einer unterdurchschnittlichen Ernte. Beim Getreide werde eine Ernte von 42,4 Millionen Tonnen erwartet - rund eine Million Tonnen oder zwei Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) am Freitag mit. Die Ernte bleibe damit zudem 4,7 Prozent hinter dem Mittel der Jahre 2015 bis 2020. Grund dafür sind vor allem die Witterungsbedingungen.

Die erwartete Getreideernte falle in diesem Jahr "zum wiederholten Male unterdurchschnittlich aus", beklagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. "Zahlreiche Hagel- und Starkregenereignisse haben uns gezeigt, dass die Landwirte die Auswirkungen des Klimawandels direkt zu spüren bekommen." Zudem würden die Landwirte durch stark gestiegene Kosten bei Betriebsmitteln wirtschaftlich belastet.

Die Bauern und Bäuerinnen seien zunächst "zuversichtlich in die Ernte gestartet", fuhr Rukwied fort. Die ersten Druschergebnisse seien jedoch enttäuschend gewesen und dieser Trend habe sich bestätigt. Zudem hätten immer wiederkehrende Niederschläge die Ernte unterbrochen.

Die Zahlen des DBV sind erste Schätzungen, zusammengetragen von den Landesbauernverbänden. Da die Ernte noch nicht abgeschlossen sei, könnten sich die Zahlen noch "geringfügig ändern", hieß es.

Beim Winterweizen als bedeutendster Getreideart prognostizierte der Verband eine Erntemenge von 21,1 Millionen Tonnen, im Vorjahr waren es 21,7 Millionen. Bei der Wintergerste steht ein Plus, bei Winterroggen ungefähr eine stabile Erntemenge. Beim Sommerweizen fällt laut Bauernverband der hohe Rückgang der Anbaufläche um knapp 30 Prozent ins Gewicht - hier wird mit einem Rückgang der Ernte um über 34 Prozent gerechnet.

Eine steigende Anbaufläche um knapp fünf Prozent gab es beim Winterraps, der wichtigsten angebauten Ölpflanze in Deutschland. Die Erntemenge dürfte mit knapp 3,4 Millionen Tonnen trotzdem unter der des Vorjahres liegen (3,5 Millionen Tonnen). Neben den schwierigen Witterungsbedingungen liege dies auch an den fehlenden Bekämpfungsmöglichkeiten von Rapsschädlingen.

Optimistisch äußerte sich der Bauernverband zu Kulturen wie Mais, Zuckerrüben und Gemüse - diese hätten von den Niederschlägen im Sommer profitiert.

Zudem seien die höheren Preise erfreulich, die die Landwirte erzielten. So lag der Brotweizen Ende August bei 219 Euro pro Tonne, im Vorjahr waren es 160 Euro. Der Preis für die Futtergerste stieg von 142 Euro pro Tonne auf zuletzt 193 Euro. Eine Tonne Raps erlöste 543 Euro und damit fast 200 Euro mehr als vor einem Jahr. Die "knappe Versorgung der Weltmärkte" gebe Anlass zur Hoffnung, dass sich die wirtschaftliche Situation der Ackerbaubetriebe ein wenig erhole, erklärte der Verband.

hcy/jm

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