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BASF-Gewinn im ersten Quartal um 37 Prozent eingebrochen

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Der Chemieriese BASF blickt auf ein durchwachsenes erstes Quartal zurück: Der Nettogewinn von Januar bis März brach um 37 Prozent auf 903 Millionen Euro ein, wie BASF am Donnerstag erklärte. Der Umsatz jedoch stieg demnach um sieben Prozent auf knapp 16,8 Milliarden Euro. Seine Prognose für das Gesamtjahr zog BASF wegen der anhaltenden Unsicherheit in der Corona-Krise zurück.

Für Vorstandschef Martin Brudermüller war es "kein normales Quartal", wie er erklärte, das gleiche werde "wohl für das gesamte Jahr" gelten. Der Nachfragerückgang in der Transport- und Automobilbranche, der wichtigsten Kundenindustrie des Konzerns, "setzt uns aktuell am stärksten zu". Gleichzeitig verzeichneten beispielsweise die Bereiche Pharma und Ernährung steigende Nachfrage in der Krise.

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr zog BASF dennoch zurück: Die prognostizierte "Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird nicht zu erreichen sein". Der Konzern rechnet nun "mit einem deutlichen Absatzrückgang im zweiten Quartal", danach werde nach jetzigem Stand "eine langsame Erholung" eintreten. Wegen der anhaltenden Unsicherheit auf den Märkten seien zuverlässige Planungen aber ebensowenig möglich wie konkrete Aussagen zur Geschäftsentwicklung.

Vor diesem Hintergrund wollen die Aufsichtsratsmitglieder laut BASF bis Ende April auf 20 Prozent ihres Festgehalts verzichten, für den Vorstand gilt die gleiche Zusicherung für das zweite Quartal. Die Aktionäre sollen aber wie geplant an den Gewinnen des Vorjahres beteiligt werden: Vorstand und Aufsichtsrat wollen nach Konzernangaben bei der Hauptversammlung Mitte Juni eine unveränderte Dividende von 3,30 Euro pro Aktie vorschlagen.