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BASF-Aktie steigt weiter: Doch für einen Einstieg muss es noch nicht zu spät sein!

Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
BASF Logo
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Es ist ja allgemein bekannt, dass die Deutschen sich bei ihrer Aktienanlage sehr gerne auf heimische Werte konzentrieren. Und es muss grundsätzlich auch keine schlechte Idee darstellen, hierbei auf einige der bekannten DAX-Werte zu setzen. Aus diesem Grund findet sich wahrscheinlich auch die BASF-Aktie in vielen deutschen Depots wieder.

Obwohl der langfristige Kursverlauf durchaus überzeugend daherkommt, ist die Entwicklung der Papiere die letzten drei Jahre aber eher als enttäuschend zu bezeichnen. Und auch im letzten Jahr, welches fast ausschließlich von Corona geprägt war, ging es im März mit der Aktie von BASF erst einmal mächtig abwärts.

Doch nach diesem starken Absturz hat sie eine Aufwärtsbewegung begonnen, die bis heute anhält. Und mittlerweile steht die BASF-Aktie wieder kurz davor, die 70-Euro-Marke zu durchbrechen. Könnte es also für einen Einstieg schon zu spät sein? Schauen wir hier am besten einmal etwas genauer hin.

Was treibt die BASF-Aktie derzeit an?

Viele Investoren hatten den Chemiekonzern vermutlich schon abgeschrieben. Doch bereits seit Anfang November geht es mit der Aktie von BASF nun schon recht kontinuierlich nach oben. Und es fehlt wahrscheinlich nicht mehr viel, bis sie sich die Marke von 70 Euro zurückerobert hat. Dies wäre auf jeden Fall der nächste wichtige Meilenstein, den die Papiere überwinden müssten.

Doch was hat die BASF-Aktie die letzten Wochen angetrieben? Dafür könnten meiner Meinung nach gleich mehrere Faktoren verantwortlich sein. Zum einen hatte Konkurrent Covestro (WKN: 606214) eine deutliche Anhebung seiner Prognose bekannt gegeben. Dies hat letztendlich viele Experten veranlasst, davon auszugehen, dass es auch bei BASF besser laufen könnte, als vorher angenommen wurde.

Zum anderen begann bei den Ludwigshafenern die Kasse zu klingeln. Schon Anfang Dezember hatte BASF der Nachrichtenagentur Bloomberg gegenüber verlauten lassen, dass man den Verkauf von Vermögenswerten in den USA in Erwägung ziehe. Dieser Ankündigung hat der Konzern schnell Taten folgen lassen. Und zwar hat er seinen Produktionsstandort im US-Bundesstaat Illinois an eine Tochter der Investmentgesellschaft One Rock Capital Partners verkauft.

Auch vonseiten der Analysten gibt es durchaus Positives zu vermelden. Von 13 Experten, die im Dezember 2020 eine Aktienanalyse zu BASF veröffentlicht haben, empfehlen immerhin sieben die Aktie zum Kauf. Vier von ihnen nennen dabei ein Kursziel von 73 Euro für die Papiere.

Blicken wir auf die Aussichten

Nachdem das Jahr 2020 ganz sicher nicht als ein besonders erfolgreiches in die Firmengeschichte von BASF eingehen wird, sollten wir lieber den Blick nach vorne richten und uns die Perspektiven für das aktuelle Jahr anschauen. Wenn man den Prognosen für 2021 Glauben schenken darf, dann soll hier der Umsatz auf 60,4 Mrd. Euro ansteigen. Das wäre auf jeden Fall etwas mehr, als von BASF im Jahr 2019 umgesetzt wurde, und dieser Wert liegt vermutlich deutlich höher als der Umsatz, der für das Geschäftsjahr 2020 in der Bilanz stehen wird.

Aus der Chemiebranche mehren sich die positiven Meldungen und auch die Aussichten für BASF scheinen sich deutlich aufgehellt zu haben. Die Aktie notiert derzeit mit 68,58 Euro (08.01.2021) nahezu auf demselben Kursniveau wie Anfang Januar 2020. Es ist für mich eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sie wahrscheinlich auch die 70-Euro-Marke wieder nachhaltig überwinden kann. Es könnte meines Erachtens für einen Einstieg also noch nicht zu spät sein. Und wer weiß, vielleicht rückt ja auch bereits in diesem Jahr noch die Marke von 100 Euro in greifbare Nähe.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021