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Bartsch: Thema Impfpflicht darf nicht von anderen Problemen ablenken

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Debatte über eine allgemeine Corona-Impfpflicht darf nach Ansicht von Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch nicht von anderen Problemen im Gesundheitswesen ablenken. "Wir haben riesige Defizite im Gesundheitswesen. Darüber muss auch geredet werden", sagte er am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Er nannte als Beispiel die Bezahlung von Pflegekräften. Entscheidend sei auch, dass die Politik einen Beitrag leiste zur Zusammenführung der Gesellschaft. Es gebe tiefe gesellschaftliche Spaltungen beim Thema Impfpflicht. "Wir haben viele Menschen, die sich nicht mitgenommen fühlen."

Der Bundestag debattiert an diesem Mittwoch erstmals ausführlich über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland. Ihre Befürworter sehen darin eine nötige Maßnahme, um im Kampf gegen das Coronavirus die Impfquote deutlich zu erhöhen und damit die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Gegner bezweifeln die Notwendigkeit einer solchen Pflicht und verweisen darauf, dass führende Politiker aller Parteien bis kurzem unisono erklärt haben, es werde keine Impfpflicht geben. Bei den auf drei Stunden angesetzten Beratungen handelt es sich um eine sogenannte Orientierungsdebatte, der noch kein konkreter Gesetzentwurf zugrunde liegt.

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