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Baerbock: Wahnsinn um Atomkraftwerk Saporischschja muss enden

BERLIN (dpa-AFX) -Außenministerin Annalena Baerbock hat Russland aufgefordert, aus dem besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Südukraine abzuziehen und dessen Beschuss einzustellen. "Dieser Wahnsinn muss enden", sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag nach einem Gespräch mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, in Berlin. Sie unterstützte ausdrücklich dessen Konzept, eine Schutzzone um den Atommeiler zu errichten.

"Es ist untragbar, immer wieder und praktisch ohne Vorwarnung in Situationen zu geraten, in denen wir etwa durch die Zerstörung von Stromleitungen nur eine Haaresbreite von einem Nuklearunfall entfernt sind", sagte die Außenministerin. Der russische Angriff auf die Ukraine sei auch "ein nie da gewesener Angriff auf die nukleare Sicherheit und die nukleare Sicherung". Nie zuvor seien aktive Kernkraftwerke Ziel von Kriegshandlungen gewesen. "Nie hätten wir uns vorstellen können, dass ein Land unverantwortlich genug sein könnte, ein Kernkraftwerk zum Faustpfand im Krieg zu machen."

Grossi erneuerte seinen Vorstoß einer Schutzzone rund um das Atomkraftwerk Saporischschja. Dies sei nicht einfach, weil die Anlage direkt an der Front liege. Es sei aber auch nicht unmöglich. "Ein Atomkraftwerk kann niemals ein legitimes militärisches Ziel sein", betonte Grossi, der Deutschland für die Unterstützung der IAEA dankte.

Mit Blick auf das iranische Atomprogramm forderte Baerbock die Führung im Teheran auf, ihren rechtlichen Verpflichtungen gegenüber der Atomenergiebehörde endlich nachzukommen - "das heißt, Inspektoren wieder in vollem Umfang in ihre nuklearen Anlagen zu lassen". Man dürfe niemals zulassen, dass der Iran eigene Atomwaffen entwickele oder erwerbe. Grossi betonte, die internationale Gemeinschaft habe an Teheran Fragen - "offene Fragen, die beantwortet werden müssen".