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Baden-Württemberg plant Ausstieg bei EADS-Konzern

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Stuttgart (dapd). Baden-Württemberg will seine Anteile am europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS verkaufen. Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" (Freitagausgabe) zieht die grün-rote Landesregierung als einziges Bundesland mit EADS (Euronext: EAD.NX - Nachrichten) -Standorten nicht bei der Neuordnung der Anteilseignerstruktur mit. Das baden-württembergische Finanzministerium bestätigte auf dapd-Anfrage, dass das Land den Verkauf der Anteile plane.

Baden-Württemberg ist dem Blatt zufolge bisher über das Förderinstitut L-Bank und eine Landesbank-Tochter an EADS beteiligt. Die Länder Hamburg, Bayern, Bremen und Niedersachsen hielten aus standortpolitischen Gründen an EADS fest, heißt es dem Bericht zufolge in Kreisen der Bundesregierung.

Die EADS-Eigentümer hatten sich am Mittwoch auf eine neue Machtverteilung geeinigt. Deutschland kauft sich demnach erstmals direkt ein. Frankreich senkt seinen 15-Prozent-Anteil ab, so dass beide Länder höchstens je zwölf Prozent halten. Spanien als dritter Staatseigentümer besitzt künftig vier Prozent. Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) und das französische Unternehmen Lagardère reduzieren ihre Beteiligungen und steigen langfristig ganz aus.

Bisher waren Frankreich und der Daimler-Konzern mit je 15 sowie Spanien mit 5,6 Prozent an EADS beteiligt. Weitere 7,5 Prozent hielt Lagardère (Paris: FR0000130213 - Nachrichten) , ebenfalls 7,5 Prozent lagen bei einem deutschen Banken-Konsortium (Kuala Lumpur: 4847.KL - Nachrichten) .

dapd