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Landesbank-Bad-Bank verkauft Milliarden-Euro-Schiffskredite

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- HSH Portfoliomanagement, die Bad Bank der ehemaligen HSH Nordbank AG, will ein Paket an Schiffskrediten im Volumen von “signifikant mehr als 1 Milliarde Dollar” verkaufen. Das teilte die Anstalt des öffentlichen Rechts am Wochenende mit.

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Den Angaben zufolge sind die Kredite im Wesentlichen nicht leistungsgestört, da sie von langlaufenden Charter-Verträgen profitieren würden. HSH Portfoliomanagement will das komplette, noch verbliebene Portfolio veräußern. Deloitte GmbH und Akinn Group Ltd. beraten den Verkäufer.

Geplant ist, die Transaktion schnellstmöglich abzuschließen. Interessenten müssen sich bis zum 9. November melden. Gefordert werden auch Angaben dazu, ob sie das Portfolio halten wollen oder einen Ausstieg planen. Investoren, die Berücksichtigung finden, sollen dann “kurzfristig” darum gebeten werden, indikative Angebote abzugeben sowie vorab eine Vertraulichkeitserklärung zu unterschreiben.

Die Frachtraten für Schiffe waren in der Pandemie explodiert. Damit stieg auch der Wert der Schiffe selbst und die Kredite, mit denen sie finanziert sind. Diese Entwicklung kommt nicht nur der HSH-Bad-Bank zu gute, sondern auch der NordLB. Diese hatte zuletzt ebenfalls ein Kreditportfolio abgebaut.

Die HSH Portfoliomanagement wurde im Dezember 2015 von den ehemaligen Mehrheitseignern der HSH Nordbank, Hamburg und Schleswig-Holstein, errichtet. Sie hat die Aufgabe, das von dem Institut übernommene Kreditportfolio von notleidenden Schiffsfinanzierungen wertschonend abzuwickeln. Die Kredite hatten ein Forderungsvolumen von einst 4,1 Milliarden Euro, besichert mit 253 Schiffen. Die Transaktion sollte die Bank entlasten.

Die HSH Nordbank musste damals gestützt werden, weil sie sich mit den Schiffskrediten verspekuliert hatte. Hamburg und Schleswig-Holstein veräußerten später das Institut, das heute als Hamburg Commercial Bank AG firmiert. Käufer waren die Cerberus Capital Management LP, J.C. Flowers & Co. LLC, GoldenTree Asset Management LP, Centaurus Capital LP sowie Bawag P.S.K. Der Gesamtpreis betrug rund eine Milliarde Euro.

(Neu: Details zum Verkaufsprozess im 3. Absatz)

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