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Börse in Russland ohne Aktien von Tesla, Apple und Co.: Wie die Sanktionen sich auf den Finanzmarkt auswirken

Wie ergeht es der Börse in Russland seit der westlichen Sanktionen? (Symbolbild) - Copyright: picture alliance / Zoonar | DesignIt
Wie ergeht es der Börse in Russland seit der westlichen Sanktionen? (Symbolbild) - Copyright: picture alliance / Zoonar | DesignIt

Seit 2014 entwickelte sich der SPB Exchange zum wichtigsten Finanzplatz für ausländische Aktien in Russland. Investoren konnten hier direkt an Wertpapiere von Apple, Facebook oder Tesla kommen. Zeitweise war die Sankt Petersburger Börse damit sogar erfolgreicher als die Moscow Exchange, die vor allem mit russischen Aktien handelt. Nach Berichten der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) sind diese Zeiten aufgrund von Sanktionen der Vereinigten Staaten auf die SPB Exchange nun vorbei. Der Handel mit ausländischen Aktien ist seither unterbrochen. Was heißt das für den russischen Finanzmarkt?

Sanktionen auf Russland treffen die Börse

Bereits nach dem Überfall auf die Ukraine zogen sich zahlreiche Anleger aus der SPB Exchange zurück. Das Handelsvolumen ausländischer Papiere fiel nach Informationen der „FAZ“ von 400 Milliarden US-Dollar auf 122 Milliarden US-Dollar. Wegen hoher Risiken hatte die Zentralbank den Handel aus „unfreundlichen“ Staaten schon im vergangenen Jahr beschränkt. Privatanleger konnten zunächst nur noch wenige und seit Beginn dieses Jahres gar keine Aktien mehr direkt erwerben. Nur über beispielsweise Indexfonds blieben ihnen Aktien aus dem Westen zugänglich.

Was passiert mit den US-Papieren?

Was mit den in Sankt Petersburg gehandelten Papieren geschieht, ist bislang völlig unklar. Laut SPB Exchange fällt nur ein Drittel der Fremdwährung bei der Börse gelagerten Geldes der Anleger, etwa 68 Millionen US-Dollar, nicht unter die Sanktionen. Die Summe soll nun unter den Investoren aufgeteilt werden, auf deren Konten ausländische Währung lagen. Die restlichen zwei Drittel bleiben blockiert. Die Börsenleitung gab bekannt, dass sie auf die Genehmigung des amerikanischen Finanzministeriums, um die Aktiva der Klienten „vollumfänglich“ zurückzubekommen.

Die Moskauer Börse könnte derweil von den Sanktionen profitieren, immerhin bleiben russischen Anlegern inzwischen immer weniger Möglichkeiten, ihr Geld zu investieren, so die "FAZ". Dmitrij Polewoj, Ökonom und Finanzanalyst, schreibt auf seinem Telegramkanal dazu: „Die kontinuierlichen Sanktionswellen und das immer klarere Risiko von Investments außerhalb Russlands können den Kapitalabfluss beschränken.“ Dieser Effekt ist schon seit dem vergangenen Jahr sichtbar, teils werde Geld wieder aus dem Ausland zurückgebracht. Das könne die Kurse russischer Aktien und Anleihen stützen.

lidi