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Börse Frankfurt Schluss: Zugewinne, ThyssenKrupp im Aufwind

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FrankfurtFrankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten am Dienstag nach einem besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Konjunkturindex mehrheitlich in der Gewinnzone. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann zuletzt 0,78 Prozent auf 7.589,75 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 0,63 Prozent zu auf 11.973,28 Punkte. Für den SDAX (Xetra: ^SDAXI - Nachrichten) (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,53 Prozent nach oben auf 5.152,63 Zähler, während der TecDAX (EUREX: FTDX.EX - Nachrichten) (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 0,13 Prozent auf 832,76 Punkte anstieg. Der Bund Future verlor zuletzt 0,17 Prozent auf 145,39 Zähler, während der Euro um 0,41 Prozent auf 1,2986 Dollar zulegte.

Die US-Börsen notieren zur Stunde mit bis zu 1,52 Prozent im Plus. Am Mittwoch stehen in den USA konjunkturseitig die MBA-Hypothekenanträge, die Ein- und Ausfuhrpreise, der Staatshaushalt sowie die Sitzung der Federal Reserve Bank auf der Agenda. In Deutschland werden die Verbraucherpreise gemeldet.

Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 22,6 Punkte gestiegen und stehen nun bei 6,9 Punkten. Hiermit steht der Indikator zum ersten Mal seit Mai 2012 im positiven Bereich. Der deutliche Anstieg des Indikators drückt die Erwartung der Finanzmarktexperten aus, dass sich die Konjunktur in Deutschland bis zum Frühsommer 2013 stabilisiert. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im Dezember praktisch nicht verändert. Der entsprechende Indikator steigt um 0,3 Punkte und notiert nun bei 5,7 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Dezember ebenfalls gestiegen. Der entsprechende Indikator steigt um 10,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei 7,6 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum ist im Dezember beinahe unverändert und befindet sich nun bei -79,9 Punkten (+0,4 Punkte zum Vormonat). Unterdessen hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) seine BIP-Prognose für 2013 nach unten korrigiert. Dabei würden schwächelnde Exporte die Konjunktur im nächsten Jahr dämpfen. So erwartet das Institut für 2013 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um nur noch 0,3 Prozent; nach einem Zuwachs um 0,7 Prozent im laufenden Jahr. Damit ist das Institut skeptischer als bei seiner Prognose vom September, als für 2013 noch ein Zuwachs von 1 Prozent vorhergesagt worden war.

Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind derweil im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit verlangsamtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 3,2 Prozent, nach Zuwächsen von 4,6 Prozent im Oktober und 4,9 Prozent im November 2011. Die um 2,2 Prozent höheren Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen hatten einen wesentlichen Anteil an der Preisveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat gingen sie aber um 4,0 Prozent zurück. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,7 Prozent zurück, während sie im Oktober um 0,6 Prozent gefallen und im November 2011 um 0,7 Prozent gestiegen waren.

Im Blickfeld der Investoren standen heute im DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) die Anteilsscheine von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000), die als bester Wert um 5,6 Prozent nach oben schossen. Der Industriekonzern hat bereits gestern Wertberichtigungen in Milliardenhöhe bei Steel Americas angekündigt. Zudem wurde erklärt, aufgrund eines Milliardenverlusts für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividendenzahlung vorzunehmen. Wegen des fortgeschrittenen Stadiums des Verkaufsprozesses der Werke in Brasilien und den USA wurde die Business Area für das Geschäftsjahr 2011/2012 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurden zudem Wertberichtigungen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro bei Steel Americas vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 musste ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) bei seinen fortgeführten Aktivitäten (ohne Inoxum und Steel Americas) einen rückläufigen Auftragseingang ausweisen. Auch der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Das bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten halbierte sich. Der Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns betrug -5,0 Mrd. Euro und erhöhte sich um -3,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG am Jahresfehlbetrag betrug -4,7 Mrd. Euro bzw. -194 Mio. Euro für das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten.

Für Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) ging es heute um 1,2 Prozent nach oben. Der Autobauer konnte im November bei seiner Kernmarke mit einem deutlichen Absatzanstieg von 11,5 Prozent aufwarten. Unterdessen erweitert die zum Automobilhersteller Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) gehörende Sparte Daimler Trucks die Produktion bei der Detroit Diesel Corp. am Standort Redford im US-Bundesstaat Michigan. Wie schon gestern mitgeteilt wurde, wird die Nutzfahrzeugtochter insgesamt 120 Mio. US-Dollar in den Ausbau der Produktion am Standort Redford investieren. Das Papier fuhr um 1,5 Prozent vor.

Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) meldete derweil, meldete am Dienstag, dass der Sektor Energy einen erheblichen Beitrag zum Unternehmens-Programm Siemens 2014 leisten wird und so im Geschäftsjahr 2014 eine Sektormarge von mindestens 12 Prozent erreichen will. Die Aktie des Technologiekonzerns reagierte mit einem Plus von 1,5 Prozent. Das Gasfördergeschäft des Energieversorgers E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) steht derweil einem Medienbericht zufolge deutlich unter Druck. Der Gewinn der Förder-Sparte Exploration & Production brach in den ersten neun Monaten 2012 laut Zwischenbericht um 25 Prozent auf 421 Mio. Euro ein. Für das kommende Jahr sollen einem Pressebericht zufolge die Gas-Manager weitere Gewinne bei der Zentrale abgemeldet haben. Ursache seien offenbar Schwierigkeiten, die Förderung in dem Gas- und Ölfeld Skarv in der Nordsee vor Norwegen hochzufahren. E.ON stiegen um 2,6 Prozent. Schlusslicht im DAX waren Deutsche Post mit einem Minus von 1,2 Prozent.

Dürr (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) gaben um 0,1 Prozent nach. Der Maschinen- und Anlagenbauer investiert in den Ausbau seines Geschäfts in China und Südostasien. So errichtet man derzeit in Shanghai einen modernen Fertigungs- und Bürokomplex, in dem ab 2013 schrittweise alle Aktivitäten des Maschinenbau-Unternehmensbereichs Measuring and Process Systems unter einem Dach konzentriert werden. Der neue Standort im Stadtteil Baoshan soll stufenweise für bis zu 1.000 Mitarbeiter ausgelegt werden.

XING (ISIN DE000XNG8888/ WKN XNG888) startet eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA). Arbeitgeber, die bei XING eine Stellenanzeige veröffentlichen, haben ab sofort die Möglichkeit, diese zusätzlich in der JOBBÖRSE der BA kostenlos einzustellen und damit ihre Reichweite zu erhöhen. Des Weiteren startet die BA eine Erprobungsphase zum Einsatz von XING bei der Personalsuche. Die Aktie verteuerte sich um 0,2 Prozent. Derweil hat PSI (Euronext: ^PSI20 - Nachrichten) (ISIN DE000A0Z1JH9/ WKN A0Z1JH) einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde der Konzern von der Krakatau Steel in Indonesien mit der Implementierung des hochskalierbaren Produktionsmanagementsystems PSImetals als Kernlösung für die Flachstahlproduktion beauftragt. Das Papier stieg um 0,7 Prozent. Schließlich legten Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) um 2,8 Prozent zu. Der Windturbinenhersteller wurde von Iberdrola Engineering & Construction mit der Lieferung und Errichtung von 32 N90/2500 Turbinen für den 80 MW-Windpark "Chirnogeni" beauftragt.

DAX: 7.589,75 (+0,78 Prozent) MDAX (Xetra: ^MDAXI - Nachrichten) : 11.973,28 (+0,63 Prozent) SDAX: 5.152,63 (+0,53 Prozent) TecDAX: 832,76 (+0,13 Prozent) (11.12.2012/ac/n/m)

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