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Autozulieferer KWH meldet Insolvenz an

Gaggenau (dapd). Schwere Zeiten für die Autozulieferer: Am Mittwoch teilte der badische Werkzeugbauer und Prototypenhersteller KWH mit, dass er Insolvenzantrag gestellt habe. KWH habe den Einbruch der Umsätze um die Hälfte in der Wirtschaftskrise 2009 bis heute nicht verkraftet, sagte Geschäftsführer Rolf-Peter Baule in Gaggenau südlich von Karlsruhe. Zudem verwies er auf die schwierige Marktsituation in der Nutzfahrzeug-Branche, die zu hohem Wettbewerbsdruck und einem Rückgang der Margen geführt habe.

Ähnliche Sorgen haben beispielsweise schon den Heckleuchtenhersteller Odelo und den französischen Zulieferer Faurecia zu einem Stellenabbau in Deutschland getrieben.

KWH strebt nach eigenen Angaben eine Sanierung in Eigenverwaltung an. Damit kann die Geschäftsführung im Amt bleiben. "Unser Ziel ist es, das Unternehmen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten", sagte Baule. In Gaggenau arbeiten 350 Beschäftigte, im thüringischen Sömmerda rund 100. Vorläufiger Sachwalter wird der Rechtsanwalt Tobias Hoefer, der auch schon die Autozulieferer AKsys und Robert Sihn erfolgreich saniert hat.

dapd