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Autoverband verhandelt schon über Mitgliedschaften: Chinesische Autobauer wie Aiways, Way, Chery und Nio wollen auf den deutschen Markt

·Lesedauer: 2 Min.

Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) vertritt internationale Automobilhersteller in Deutschland. Und wie VDIK-Sprecher Peter Mair der „Wirtschaftswoche“ (WiWo) miteilte, sehe der Verband aktuell, wie viele chinesische Marken auf den deutschen und europäischen Markt drängen. „Es gab schon früher einzelne Versuche chinesischer Hersteller, hier Fuß zu fassen, aber das, was wir jetzt erleben, hat andere Dimensionen“, so Mair. Der Verband sei bereits mit einigen der Firmen in Mitgliedschaftsverhandlungen und gehe davon aus, dass er „auf kurz oder lang“ auch chinesische Marken aufnehmen werde.

Wie die WiWo weiter mitteilte, würden einige der Autobauer in Deutschland bereits Vertriebsstrukturen aufbauen. Aiways beispielsweise vertreibe seine Fahrzeuge schon jetzt über die Elektronikkette Euronics. Und auch die Marke MG — eine Tochterfirma von SAIC Motor, dem chinesischen Kooperationspartner von VW und General Motors — verkaufe hierzulande bereits bei 25 Händlern. Bis Ende des Jahres sollen weitere 75 hinzukommen. Doch auch andere Marken, wie Wey, Chery und Nio wollen bald in Europa allgemein und speziell in Deutschland durchstarten.

Fast 50 Prozent der Deutschen offen für E-Autos chinesischer Hersteller

Einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von Innofact zufolge würden 19 Prozent der deutschen Autobesitzer ein E-Auto chinesischer Hersteller kaufen, so die WiWo weiter. Noch höher sei die Kaufbereitschaft mit 27 Prozent bei den 30- bis 39-Jährigen gewesen. Außerdem hätten 29 Prozent der 1.000 Befragten einen solchen Kauf in der Zukunft nicht ausgeschlossen. Damit seien insgesamt 48 Prozent der befragten Autobesitzer den chinesischen Herstellern gegenüber erst einmal offen eingestellt. Nur 35 Prozent hätten einen Kauf ausgeschlossen.

Nach Einschätzung von Christian Thunig, Managing Partner bei Innofact, seien chinesischer Autobauer für die Hersteller hierzulande so gefährlich wie japanische Produzenten in den 80er Jahren. Das erklärte er der WiWo. Denn mit den 18- bis 39-jährigen Autobesitzern sei gerade diejenige Gruppe offen für chinesische Wettbewerber, die noch viele Anschaffungszyklen vor sich hätte. Jüngere würden chinesische Produkte mit günstigen Preisen und guter Technik assoziieren.

sb

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