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Automobilbranche, Pharma, IT: Das sind Deutschlands beliebteste Arbeitgeber für Akademiker

·Lesedauer: 3 Min.

Im Kampf um Arbeitnehmer mit akademischer Ausbildung hat nach wie vor die Autobranche in Deutschland die Nase vorn. Mit BMW, Porsche und Audi belegen gleich drei Autohersteller die Top drei der beliebtesten Arbeitgeber unter deutschen Akademikern. Außerdem in den Top-Ten finden sich aber auch Bosch auf Platz 5, die Deutsche Bahn auf Platz 9 und Amazon auf Platz 8. Und: Der Tech- und Automobilkonzern Tesla stieg als Neuzugang gleich auf Position 18 im Ranking ein.

Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Trendence hervor. Insgesamt hat die Automobilindustrie im Vergleich zum Vorjahr zwar Beliebtheitspunkte eingebüßt, nichtsdestotrotz aber ihre Spitzenposition behauptet. Aufgeholt hat indessen – passend zum Corona-Jahr – die Pharmaindustrie. Die belegt mittlerweile Platz zwei des Branchen-Rankings, gefolgt von der IT-Branche.

Automobilkonzerne verdanken ihre Beliebtheit vor allem den befragten Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren, so Trendence. Das sehe in weiteren Fachrichtungen durchaus anders aus: Unter IT-Spezialisten sind gerade Google, Amazon und Apple beliebt, während bei Naturwissenschaftlern Bayer, BASF und Roche die ersten drei Plätze belegen. Der öffentliche Dienst erreichte bei beiden letzteren Gruppen den zweiten Platz.

Weniger Jobangebote an Akademiker

Für die Analyse befragte Trendence zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 gut 25.000 Teilnehmer mit akademischer Ausbildung – 52 Prozent davon Frauen, 48 Prozent Männer. 75 Prozent hatten angegeben, sich in einem unbefristeten Anstellungsverhältnis zu befinden, bei elf Prozent hingegen waren die Verträge befristet.

Während also viele Unternehmen bei Akademikern weiterhin hoch im Kurs stehen und mit Bosch, Amazon und Deutsche Bahn weitere bekannte Kandidaten in den Top zehn zu finden sind, sieht es andersherum nicht ganz so rosig aus. Im Corona-Jahr sind akademische Arbeitnehmer der Erhebung zufolge nämlich nicht mehr so begehrt gewesen wie in den Jahren zuvor. 40 Prozent der Befragten haben in diesem Jahr eigenen Angaben nach kein Jobangebot erhalten – ein Wert, der noch ein Jahr zuvor lediglich bei 31 Prozent gelegen habe.

Die wenigsten Angebote haben Naturwissenschaftler erhalten: Knapp die Hälfte gab an, 2020 nicht von Arbeitgebern kontaktiert worden zu sein. Bei IT-Experten hingegen sah die Lage deutlich anders aus. Gut zwei Drittel sind demnach von Personalvermittlern oder Headhuntern angesprochen worden.

Wechselbereitschaft bleibt trotz Krise in etwa konstant

Robindro Ullah vom Trendence Institut spricht von einem „arbeitgeberseitigen Aufmerksamkeitsdefizit“. Gerade mit der antizyklischen Ansprache von Akademikern hätten Unternehmen gerade große Chancen, erfolgreich zu rekrutieren.

Auch die Wechselbereitschaft der potenziellen Arbeitnehmer bestätigt das. Die sei nämlich trotz der Krise konstant geblieben: 17 Prozent der Akademiker gaben an, aktiv neue Berufswege zu suchen, während 38 Prozent angaben, grundsätzlich für Arbeitgeber ansprechbar zu sein – Rückgänge von lediglich zwei bzw. drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass Akademiker unzufrieden sind. Im Gegenteil: Mehr als drei Viertel von ihnen gaben an, im aktuellen Beschäftigungsverhältnis zufrieden zu sein – 28 Prozent von ihnen sogar sehr. Dabei seien wertschätzende Kollegen und ein guter Zusammenhalt im Team ebenso wichtig wie gutes Führungsverhalten. Besonders zufrieden gaben sich – mit 83 Prozent bzw. 79 Prozent – IT-Spezialisten und Ingenieure.

sb

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