Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    11.556,48
    -41,59 (-0,36%)
     
  • Euro Stoxx 50

    2.958,21
    -1,82 (-0,06%)
     
  • Dow Jones 30

    26.501,60
    -157,51 (-0,59%)
     
  • Gold

    1.878,80
    +10,80 (+0,58%)
     
  • EUR/USD

    1,1641
    -0,0037 (-0,31%)
     
  • BTC-EUR

    11.831,24
    +81,09 (+0,69%)
     
  • CMC Crypto 200

    265,42
    +1,78 (+0,68%)
     
  • Öl (Brent)

    35,72
    -0,45 (-1,24%)
     
  • MDAX

    25.721,00
    -80,82 (-0,31%)
     
  • TecDAX

    2.813,38
    -21,72 (-0,77%)
     
  • SDAX

    11.620,75
    +81,13 (+0,70%)
     
  • Nikkei 225

    22.977,13
    -354,81 (-1,52%)
     
  • FTSE 100

    5.577,27
    -4,48 (-0,08%)
     
  • CAC 40

    4.594,24
    +24,57 (+0,54%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.911,59
    -274,00 (-2,45%)
     

Autoindustrie warnt vor Ende der Brexit-Übergangsphase ohne Abkommen

·Lesedauer: 2 Min.
Neuwagen in Duisburg
Neuwagen in Duisburg

Im Brexit-Streit der EU mit Großbritannien hat die Autoindustrie vor schwerwiegenden Folgen für die deutschen Hersteller gewarnt, falls bis zum Ende der Übergangsphase kein Abkommen erreicht wird. "Wir brauchen ein zukunftsgerichtetes, faires und vor allem sicheres Regelwerk für die zukünftigen Beziehungen", erklärte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, am Donnerstag. Denn auch nach dem Austritt aus der EU bleibe das Vereinigte Königreich "ein wichtiger Partner der deutschen Automobilindustrie, sei es als Lieferant, Produktionsstandort oder Absatzmarkt".

Großbritannien war zum 1. Februar aus der EU ausgetreten. Bis Ende des Jahres bleibt es aber noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Diese Übergangsphase wollten beide Seiten eigentlich nutzen, um ein Handelsabkommen auszuhandeln. Doch die Gespräche kommen seit Monaten kaum voran. Aus Sicht des EU-Parlaments muss ein Abkommen bis spätestens Ende Oktober vorliegen. Ansonsten sei die notwendige parlamentarische Kontrolle und Ratifizierung des Textes nicht mehr möglich. 

Dem VDA zufolge sind die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie mit über 100 Standorten in Großbritannien vertreten, darunter auch zahlreiche Zulieferer. Unter Verweis auf eine Studie der Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) erklärte der Verband, dass ein No-Deal-Szenario bis zu 110 Milliarden Euro zusätzliche Kosten für die europäische Automobilindustrie bedeuten könnte.

Bereits jetzt sind die Exporte der deutschen Hersteller nach Großbritannien demnach von 810.000 Pkw im Jahr 2015 auf rund 590.000 Autos 2019 gesunken. Gleichwohl ist Großbritannien nach VDA-Angaben noch immer der größte Exportmarkt für die deutschen Automobilhersteller - und gerade für den zukünftigen Markt für batteriebetriebene Fahrzeuge sei das Vereinigte Königreich "wichtig und attraktiv".

Deshalb sollten die Verhandlungsführer "alles daransetzen, die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen", mahnte Müller. "Für beide Seiten steht zu viel auf dem Spiel", fügte die VDA-Präsidentin hinzu. "Ein Ende der Übergangsphase ohne Abkommen hätte schwerwiegende Folgen für die Automobilindustrie."

jm/muk