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Auszahlungen an rund 54.000 Gläubiger von Containervermittler P&R angelaufen

·Lesedauer: 1 Min.
Frachtcontainer in Hamburg

Rund drei Jahre nach der Pleite des Containervermittlers P&R ist die Auszahlung von Abschlagszahlungen an rund 54.000 Gläubiger angelaufen. Wie der Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Donnerstag mitteilte, werden die Gläubiger "in den nächsten Tagen direkt schriftlich über die Auszahlung und deren Höhe bezogen auf ihre individuell festgestellte Forderung informiert". Diese erste Abschlagsverteilung hat demnach ein Gesamtvolumen von über 200 Millionen Euro.

Jaffé äußerte sich erfreut, "dass wir jetzt - weniger als drei Jahre nach Eröffnung der Insolvenzverfahren - schon die ersten Abschlagsverteilungen vornehmen können". Die nächste Zahlung könne aller Voraussicht nach dann "bis Mitte 2022 geleistet werden", fügte er hinzu.

P&R, Anbieter für Direktinvestitionen in Seecontainer, war lange einer der größten Anbieter auf dem sogenannten grauen Kapitalmarkt, der kaum reguliert ist. P&R bot Privatanlegern neue und gebrauchte Frachtcontainer an, die diese kaufen und dann für eine gewisse Anlagezeit an P&R vermieten konnten. Zudem wurde ihnen in Aussicht gestellt, dass P&R die Container am Ende der Vertragslaufzeit wieder zurückkaufen würde.

Allerdings wurden dabei über Jahre mehr Container an Anleger verkauft, als tatsächlich vorhanden waren. In der Folge wurden die Gelder von Neuanlegern zur Auszahlung vermeintlicher Renditen an Bestandsanleger verwendet. Beim Zusammenbruch im Frühjahr 2018 war die Fehlbestandsquote so auf mehr als 60 Prozent gestiegen.

jm/cne