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Auswahlverfahren um Johnson-Nachfolge geht in weitere Runde

LONDON (dpa-AFX) - Das Auswahlverfahren für die Nachfolge Boris Johnsons als konservativer Parteichef und britischer Premierminister geht am Montag in die nächste Runde. Bei der inzwischen dritten Abstimmungsrunde in der Tory-Fraktion sind noch fünf Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen. Der oder die Letztplatzierte fliegt raus. Bis Mitte der Woche soll das Bewerberfeld in weiteren Abstimmungsrunden auf zwei Kandidaten verkleinert werden. Danach haben die Parteimitglieder das Sagen.

Als weitgehend gesetzt für die Finalrunde gilt Ex-Finanzminister Rishi Sunak. Die zweitmeisten Stimmen konnte bislang Außenministerin Liz Truss hinter sich bringen. Doch auch Handels-Staatssekretärin Penny Mordaunt und der bisher nahezu unbekannten Abgeordneten Kemi Badenoch werden noch Chancen eingeräumt. Als weniger aussichtsreich gilt die Bewerbung des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Tom Tugendhat.

Inhaltliche Themen sind bislang vor allem von den Kandidaten in Aussicht gestellte Steuererleichterungen, der Umgang mit illegalen Einwanderern sowie die Positionierung im Streit um Rechte für Transmenschen. Oppositionspolitiker warnten vor einem Überbietungswettbewerb rechtskonservativer Positionen. Noch am Sonntagabend wollten sich die Kandidaten einer Live-Debatte im britischen Fernsehsender ITV stellen. Eine weitere TV-Debatte steht am Dienstag bei Sky News an.

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