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Ausgaben der Verbraucher für Obst und Gemüse erstmals höher als für Fleisch und Fisch

·Lesedauer: 2 Min.
Tomaten am Strauch

Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben im Jahr 2018 erstmals mehr Geld für Obst, Gemüse und Kartoffeln ausgegeben als für Fleisch und Fisch. Für Äpfel und Tomaten waren es durchschnittlich 62 Euro im Monat, für Schnitzel und Rollmops im Schnitt 59 Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Insgesamt gaben die privaten Haushalte demnach für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren im Schnitt 321 Euro monatlich aus.

Der Anteil der Ausgaben für Obst, Gemüse und Kartoffeln betrug damit 19 Prozent; bei der letzten Erhebung der Statistiker 2019 waren es noch 17 Prozent gewesen - für Fleisch und Fisch dagegen 19 Prozent. 2018 war dieser Anteil auf 18 Prozent gesunken. Gründe für die Verschiebung gaben die Statistiker nicht an - offen blieb also, ob Mengen oder Preise die Ursache waren.

Die Ausgaben für Brot und Getreideerzeugnisse sowie Molkereiprodukte und Eier lagen 2018 bei 13 Prozent, ebenso die für Zucker, Konfitüren, Süßwaren, Speisefette und andere Nahrungsmittel. Für alkoholfreie Getränke gaben die Haushalte zehn Prozent aus und für alkoholische Getränke neun Prozent. Tabakwaren schlugen mit fünf Prozent zu Buche.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke sinken mit steigender Anzahl der Haushaltsmitglieder, wie die Statistiker mitteilten: Alleinlebende gaben im Schnitt 190 Euro monatlich aus, Zweipersonen-Haushalten 365 Euro - also weniger als das Doppelte. Haushalte mit fünf und mehr Menschen gaben durchschnittlich 579 Euro im Monat aus, also nur das Dreifache eines Einpersonenhaushalts.

Der kürzlich vorgestellte Ernährungsreport des Landwirtschaftsministeriums hatte ergeben, dass die Lust auf Obst und Gemüse zuletzt anstieg: So gaben 76 Prozent der Befragten an, diese Lebensmittel täglich zu essen, im vergangenen Jahr waren es 70 Prozent. Zudem steigt das Interesse an Regionalität und Saisonalität von Obst und Gemüse.

Demgegenüber nahm der Verzehr von Fleisch und Wurst ab - 26 Prozent gaben an, diese Produkte täglich zu essen, im Jahr 2015 waren es noch 34 Prozent.

hcy/ilo

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