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Aufregung um Burkini-Entscheidung von Grenoble

Die französische Stadt Grenoble hat das Tragen des so genannten "Burkini" durch muslimische Frauen in öffentlichen Schwimmbädern erlaubt und damit die Debatte über religiöse Kleidung in Frankreich neu entfacht.

Die Frage, wie sich die Menschen im Schwimmbad kleiden, berührt in Frankreich hochsensible Themen, darunter die Angst vor dem Einfluss des Islam und die Bedrohung des Laizismus.

Die Senatsabgeordnete Valérie Boyer aus dem Département Bouches-du-Rhône schreibt auf Twitter, dass Frauen in Afghanistan gegen das Tragen der Burka demonstrieren und damit ihr Leben riskieren. Sie fragt, welche Botschaft wir an diese Heldinnen senden würden, wenn wir den Burkini im Namen der Freiheit erlauben.

Der Versuch mehrerer Bürgermeister in Südfrankreich, den Burkini an den Mittelmeerstränden zu verbieten, hatte im Sommer 2016 eine Kontroverse ausgelöst. Die Vorschriften, damlas nach einer Reihe von Terroranschlägen eingeführt, wurden schließlich als diskriminierend verworfen.

Grenobles Bürgermeister Eric Piolle ist mit seinem Schritt nun auf heftigen Widerstand gestoßen. Eine Gruppe Stadtratsmitglieder hatte während der Sitzung zu dem Thema aus Protest den Raum verlassen.

"Wir haben beschlossen, die Sitzung zu verlassen, denn wie die Mehrheit der Mitglieder darlegt, war es nicht rechtmäßig von Eric Piolle, eine solche Entscheidung zu treffen. Diese wird eindeutig von der Minderheit hier und von einer Minderheit der Einwohner von Grenoble befürwortet", erklärte Stadtrat Alain Carignon.

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