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Atom, Sonne, Wasserstoff: Bayerns Energie-Forderungen an den Bund

MÜNCHEN/HANNOVER (dpa-AFX) - Vor der Konferenz der Energieminister der Länder am Mittwoch hat Bayerns zuständiger Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger dem Bund erneut schwere Versäumnisse vorgeworfen. "Deutschland steuert sehenden Auges auf eine Strom- und Versorgungslücke zu. Die Bundesregierung lässt zu viele Chancen ungenutzt liegen, um die aktuelle Energiekrise in den Griff zu bekommen", sagte der Freie-Wähler-Chef und Vize-Ministerpräsident am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Um nicht durch die Energiekrise in eine Wirtschaftskrise und Gesellschaftskrise zu kommen, brauche es jetzt gezielte Maßnahmen. Konkret forderte Aiwanger von Bund und Europäischer Union neben einer schnellen Senkung der Strompreise einmal mehr eine Verlängerung der Laufzeiten für die verbliebenen deutschen Atomkraftwerke bis 2025. "Die Bestellung neuer Brennstäbe ist wegen einer Lieferzeit von circa zwölf Monaten schnell geboten, um auch die Stromversorgung im Winter 2023/24 abzusichern", sagte Aiwanger.

Des Weiteren brauche es weniger Auflagen für Bio-Gas-Anlagen, mehr Photovoltaik-Stromerzeugung, einen leichteren Wechsel für Unternehmen bei ihren Energieträgern weg von Gas, mehr Wasserstofftankstellen sowie ein bundesweites Wasserstoffleitungsnetz auch im Süden Deutschlands, mehr Geothermie sowie verbesserte Investitionsbedingungen für Pumpspeicherkraftwerke.

Die Energieminister der Länder kommen am Mittwoch (10 Uhr) in Hannover zusammen, um über die Energiekrise zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Versorgungssicherheit, die steigenden Energiepreise sowie der von der Bundesregierung vorgestellte Stresstest zur Sicherheit der Stromversorgung, wie das zuständige Ministerium in Hannover mitteilte. Niedersachsen hat in diesem Jahr den Vorsitz der Energieministerkonferenz.