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Artnight entlässt mehr als ein Drittel seiner Belegschaft

Artnight-Gründerin Aimie Carstensen (33) - Copyright: Artnight
Artnight-Gründerin Aimie Carstensen (33) - Copyright: Artnight

Vergangene Woche wurde 26 Personen bei dem Event-Startup Artnight gekündigt, wie Gründerszene aus Unternehmenskreisen erfahren hat. Die Gründerin Aimie-Sarah Carstensen bestätigte die Entlassungen auf Nachfrage von Gründerszene. Das Team umfasst nun noch 46 Angestellte, der Stellenabbau betrifft damit mehr als ein Drittel der gesamten Belegschaft.

Die Unternehmerin begründet die Entscheidung mit der makroökonomischen Situation. „Aktuell fragen sich viele, wofür sie ihr Geld ausgeben sollen“, so Carstensen. Es sei gut möglich, dass Verbraucher am ehesten an Freizeitaktivitäten wie etwa der Teilnahme an einer Artnight verzichten, befürchtet die Gründerin. Man wolle vorsorgen und sich deshalb „schlanker aufstellen“.

Die 2016 gegründete Firma vermittelt auf ihrer Plattform Malkurse, bekannt wurde das Unternehmen unter anderem durch seine Teilnahme bei der Gründershow „Die Höhle der Löwen“.

Erst im Frühjahr dieses Jahres schloss Artnight eine neue Finanzierungsrunde ab. Wie viel Geld die Firma einsammelte, wollte man damals nicht kommunizieren. Neu dabei waren der Seriengründer Stephan Schubert, der Momox-Gründer Christian Wegner und IBB Ventures. Acton Capital und Monkfish, das Investmentvehikel der Trivago-Gründer, beteiligen sich erneut.

Alle Bereiche des Startups betroffen

Die Entscheidung, das Team zu verkleinern, sei nicht auf Druck der Investoren zustande gekommen, betonte die Artnight-Gründerin. Carstensen zufolge sind alle Bereiche des Teams von den Entlassungen betroffen. Auch eine Person aus dem Management, der Marketing-Verantwortliche, muss nach Informationen von Gründerszene gehen.

Die Pandemie hat dem Startup schwer zugesetzt, das bis dahin ausschließlich auf Offline-Veranstaltungen gesetzt hatte. Zwischenzeitlich sattelte Artnight deshalb notgedrungen auf Online-Events um, seit diesem Jahr fokussiert sich die Firma allerdings wieder vollständig auf ihr ursprüngliches Kerngeschäft mit Vor-Ort-Workshops. Außerdem hatte das Startup zuletzt auch seine weiteren Eventformate – Bakenight und Plantnight – eingestampft, um sich nur noch auf seinen Malkurs-Bestseller zu fokussieren.