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Armut in Argentinien steigt in Corona-Krise kräftig an

·Lesedauer: 1 Min.

BUENOS AIRES (dpa-AFX) - In der Corona-Pandemie hat die Armut in Argentinien deutlich zugenommen. In dem einst reichen Land leben inzwischen 42 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze, wie die Statistikbehörde Indec bei der Vorstellung der Daten für das zweite Halbjahr 2020 am Mittwoch mitteilte. Das sind 6,5 Prozentpunkte mehr als im Vergleichzeitraum ein Jahr zuvor. 10,5 Prozent der Menschen leben demnach in extremer Armut - 2,5 Prozentpunkte mehr als im zweiten Semester 2019.

Mit 57,7 Prozent leben mehr als die Hälfte der Kinder bis 14 Jahren in Armut. "Fast zwei Millionen Kinder leben in extremer Armut. Das bedeutet, sie leiden immer wieder Hunger", sagte Ianina Tuñon von der Päpstlichen Katholischen Universität Argentiniens (UCA) im Fernsehen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, hatte die Regierung im vergangenen Jahr über Monate hinweg strenge Ausgangsbeschränkungen erlassen. Die harten Restriktionen trafen auch die Wirtschaft, vor allem informell Beschäftigte konnten lange Zeit nicht ihrer Arbeit nachgehen.

Das wirtschaftlich stark angeschlagene Land steckt seit 2018 in einer Rezession. Die Inflationsrate lag in der zweitgrößten Volkswirtschaft Südamerikas im vergangenen Jahr bei 36,1 Prozent. Das Land leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet immer weiter ab, der Schuldenberg wächst ständig.