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Argentinischer Staatsbankrott vorerst abgewendet

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New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) (dapd). Ein drohender Staatsbankrott Argentiniens ist vorerst abgewendet. Ein US-Berufungsgericht setzte am Mittwoch ein Urteil in einem milliardenschweren Prozess gegen das südamerikanische Land aus, der das Land in die Zahlungsunfähigkeit zu stürzen drohte.

Nach einem erstinstanzlichen Urteil in der vergangenen Woche hätte Argentinien im Verfahren gegen einen Investmentfonds bis zum 15. Dezember 1,3 Milliarden Dollar an zehn Jahre alten Schulden zurückzahlen müssen. Das Urteil hätten auch andere Hedge-Fonds nutzen können, um die sofortige Rückzahlung von Verbindlichkeiten im Umfang von mehr als elf Milliarden Dollar zu verlangen.

Die Ratingagentur Fitch hatte Argentinien daraufhin am Dienstag gleich um fünf Kategorien herabgestuft und gewarnt, dass ein Zahlungsausfall auf Anleihen des Landes "wahrscheinlich" sei.

Das Berufungsgericht setzte am Mittwoch aber das vorangegangene Urteil eines Bezirksgerichts zugunsten des Hedge-Fonds NML Capital aus. Dieser hatte nach dem Staatsbankrott 2001 Umschuldungsangebote mit einem Forderungsverzicht abgelehnt und den vollen Nennwert der Anleihenschulden plus Zinsen eingefordert. Ende Februar sollen die Argumente in dem Fall angehört werden. Sean O'Shea, ein Anwalt der Gruppe, bezeichnete das Urteil als einen "umfassenden Sieg". Es habe sich gezeigt, dass der Richter den Ernst des Themas erkenne und ihm mehr Aufmerksamkeit widmen wolle.

Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández hatte das ursprüngliche Urteil als "gerichtlichen Kolonialismus" bezeichnet und sich geweigert, wie vom Gericht gefordert die 1,3 Milliarden Dollar auf einem Treuhandkonto zu hinterlegen, bevor das Land andere Gläubiger bedient.

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