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ARD bündelt Berichterstattung zu weiteren Themenfeldern

FRANKFURT (Oder) (dpa-AFX) -Die ARD-Anstalten intensivieren bei drei weiteren Themenkomplexen ihre Zusammenarbeit in der Berichterstattung. So sollen in weiteren sogenannten Kompetenzcentern zentralisiert digitale und lineare Angebote zu "Wissen, Bildung und Schule" sowie zu "Reisen" entstehen, wie die öffentlich-rechtliche ARD am Donnerstag nach einer Sitzung der Intendantinnen und Intendanten in Frankfurt (Oder) mitteilte. Für den Bereich "Kochen & Kulinarik" soll eine Gemeinschaftsredaktion gegründet werden.

Die neuen Strukturen sind Teil eines Reformprozesses der neun ARD-Anstalten, mit der Doppelarbeit vermieden und mehr Ressourcen für digitale Angebote gewonnen werden sollen. Dabei geht es etwa um Verbrauchermagazine im TV der dritten Programme. Mitte 2023 hatte die ARD die ersten Kompetenzcenter beschlossen, in den überregionale Programmangebote in einer Art Pool entstehen, auf den die einzelnen Landesrundfunkanstalten zugreifen können. Dabei ging es um die Themenfelder Klima, Verbraucher und Gesundheit, die Kompetenzcenter sollen noch in der ersten Jahreshälfte ihre Arbeit aufnehmen.

Clemens Bratzler, der für die Gemeinsame Programmkonferenz der ARD zuständig ist, bezifferte die Einsparsumme durch alle Kompetenzcenter auf jährlich rund 50 Millionen Euro. Dieses Geld solle für die Erstellung digitaler Inhalte genutzt werden, sagte er. Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Südwestrundfunks, Kai Gniffke , ergänzte, dass diese Summe von 50 Millionen Euro die Beitragsperiode 2025 bis 2028 betreffe. Sie werde im ersten Jahr vielleicht noch nicht voll erreicht, steige dann aber sicherlich an.

Nach Aussage von Bratzler sollen die Angebote des neuen Kompetenzcenters zu Bildungs- und Wissensthemen vor allem mehr Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 20 Jahren erreichen. "Das wird ein großes, bedeutsames Kompetenzcenter", sagte er. Es steht bisher nicht fest, welche ARD-Anstalt die Federführung übernimmt, da soll bis April entschieden werden.

Die öffentlich-rechtlichen Sender finanzieren sich überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag, den Haushalte und Unternehmen zahlen. Mit mehr als acht Milliarden Euro jährlich werden ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert.

Die aktuelle Beitragsperiode mit einem monatlichen Betrag von 18,36 Euro, den Haushalte und Firmen zahlen, dauert noch bis Jahresende. Am 23. Februar soll die unabhängige Finanzkommission KEF, die den Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio überprüft, ihre Empfehlung an die Länder abgeben, wie hoch der Beitrag ab 2025 sein sollte. In einem vorläufigen Entwurf war von 18,94 Euro die Rede.

Unklar ist aber bisher, ob die Politik einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags zustimmen wird. Gniffke zufolge tauschten sich die ARD-Intendantinnen und -Intendanten bei ihrer Sitzung in Frankfurt/Oder auch mit der Rundfunkkommission der Länder aus. "Wir haben über unsere Reformagenda berichtet", sagte Gniffke, auch über die Empfehlungen des Zukunftsrats für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Weiter ins Detail ging er nicht.

Der nordrhein-westfälische Medienminister Nathanael Liminski (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Länder bräuchten eine belastbare Entscheidungsgrundlage, daher sei ein Sondergutachten bei der KEF in Auftrag gegeben worden. "Wir brauchen zu den konkreten Reformideen eine ordentliche Folgenabschätzung, auch im Hinblick auf die Finanzrelevanz für die Beitragsentwicklung."