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Arbeitslosigkeit steigt wegen Coronakrise erstmals seit dem Jahr 2013

Reuters
·Lesedauer: 2 Min.

In Deutschland waren Ende 2020 fast eine halbe Million Menschen mehr arbeitslos als im Vorjahr. Eine positive Entwicklung gab es allerdings im Dezember.

Die Coronakrise schlägt sich in den Jahreszahlen der Bundesagentur nieder. Foto: dpa
Die Coronakrise schlägt sich in den Jahreszahlen der Bundesagentur nieder. Foto: dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 8000 auf 2,707 Millionen gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2019 stieg die Zahl um 480.000, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland stieg damit erstmals seit 2013 an.

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Dezember gestiegen, aber nicht so stark wie sonst in diesem Monat“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. Saisonbereinigt fiel die Arbeitslosenzahl demnach im Monatsvergleich um 37.000, Ökonomen hingegen hatten mit einem Plus von 10.000 gerechnet. „Die Nachfrage der Betriebe stabilisiert sich auf niedrigem Niveau“, betonte Scheele. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,9 Prozent.

Die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie treiben die Kurzarbeit in Deutschland wieder in die Höhe. Von 1. bis 28. Dezember erreichten die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg Anzeigen zur Kurzarbeit für 666.000 Personen. Im November waren es 627.600 Anzeigen. „Die Anzeigen für Kurzarbeit haben wieder zugenommen – jedoch nur in begrenztem Umfang“, erklärte Scheele.

Im März auf dem Höhepunkt des ersten Corona-Shutdowns waren es noch über zehn Millionen. In der Regel wird Kurzarbeit nicht für alle Anmeldungen auch verwirklicht. Tatsächlich in Kurzarbeit waren im Oktober 1,99 Millionen Menschen – nach fast sechs Millionen im April. Neuere Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit liegen noch nicht vor.

Die Coronakrise schlägt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt nieder. Von Oktober bis Dezember seien 73.000 junge Leute noch auf der Suche nach einer Lehrstelle gewesen. Das sind 12.000 mehr als noch vor einem Jahr. Dem standen 72.000 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber.