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Arbeitslosigkeit erneut gesunken

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Nürnberg (dapd). Ungeachtet der schwächeren Konjunktur ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) erneut gesunken, allerdings nur noch leicht. Offiziell waren 2,751 Millionen Menschen ohne Job und damit 2.000 weniger als im Oktober, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das ist der niedrigste November-Wert seit 1991. Volkswirte hatten sogar mit einem Anstieg gerechnet. Im Vergleich zum November 2011 gab es 38.000 Arbeitslose mehr.

Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,5 Prozent. Sie lag in Westdeutschland mit 5,6 Prozent erneut deutlich unter der in Ostdeutschland (9,8 Prozent). Bayern wies mit 3,4 Prozent die bundesweit geringste Quote auf, gefolgt von Baden-Württemberg (3,8 Prozent). Schlusslicht war Berlin (11,4 Prozent).

"Der Arbeitsmarkt reagiert auf die nachlassende konjunkturelle Dynamik weiter robust", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Die aktuellen Daten zeigten überwiegend eine Seitwärtsbewegung. So sei der Arbeitsmarkt für Menschen ohne Job derzeit weniger aufnahmefähig, gleichzeitig sei aber das Risiko, seinen Job zu verlieren, weiter gering.

Beschäftigungsaufbau verliert an Schwung

Laut Weise lässt aber auch beim Beschäftigungsaufbau die Dynamik nach: Die Zahl der Erwerbstätigen und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten habe zwar im Vergleich zum Vorjahr weiter zugenommen, erklärte er. Die Differenz werde aber immer geringer.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober bei 41,94 Millionen und damit um 279.000 über dem Vorjahr, nach einem Plus von 322.000 im September. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren nach BA-Hochrechnungen im September 29,39 Millionen Menschen, was einem Anstieg um 407.000 auf Jahressicht entspricht. Im August hatte der Zuwachs noch 479.000 betragen.

Mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in allen Bundesländern. Mitarbeiter werden Weise zufolge weiter in den sogenannten wirtschaftlichen Dienstleistungen, im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen eingestellt, deutlich weniger Bedarf meldet dagegen die Zeitarbeit.

"2012 war für den Arbeitsmarkt ein gutes Jahr", sagte Weise. So seien Beschäftigung und Erwerbstätigkeit gewachsen, die Arbeitslosigkeit sei gesunken und die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch.

Schon im Dezember dürfte die Zahl der Menschen auf Jobsuche aber wieder steigen und im Januar wohl die Drei-Millionen-Marke wieder überschreiten. Für 2013 prognostiziert Weise im Durchschnitt einen nur leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, während die Beschäftigung knapp gehalten werden könnte.

Kaum eine Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielt derzeit laut BA-Vorstand Raimund Becker die Kurzarbeit. Aktuell sind seinen Angaben zufolge knapp 58.000 Menschen in Kurzarbeit, im Jahresdurchschnitt wird mit 60.000 bis 65.000 gerechnet. Kurzarbeit neu angezeigt hätten im November 2.300 Firmen verschiedener Branchen und Größen für etwa 45.000 Beschäftigte.

dapd

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