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Arbeitsloser Teenager gründet eigene Marketing-Agentur

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Die Geschichte des Teenagers Fynn von Kutzschenbach sollte vielen Menschen Mut machen, die sich den Sprung in die Selbstständigkeit in diesen Zeiten nicht zutrauen.

Digitales Marketing wird auch für Einzelhändler immer wichtiger. Diese Lücke will der Teenager mit seiner Agentur füllen. (Symbolbild: Getty)
Digitales Marketing wird auch für Einzelhändler immer wichtiger. Diese Lücke will der Teenager mit seiner Agentur füllen. (Symbolbild: Getty)

Die angefangene kaufmännische Lehre im Bereich Marketingkommunikation brach Fynn von Kutzschenbach im vergangenen Sommer nach wenigen Wochen ab. Dort habe er lediglich die Unterschrift des Chefs üben müssen, erzählte der 16-Jährige der lokalen AKK-Zeitung. Die Schule in Wiesbaden hatte er kurz zuvor mit einem Hauptschulabschluss beendet. Doch was für viele gerade mitten in der Corona-Krise nach einer ziemlich ausweglosen Situation ausgesehen hätte, betrachtete Fynn als Chance. Er gründete kurzerhand sein eigenes Unternehmen.

Genehmigung vom Familiengericht

Die Idee dafür sei ihm schon als 14-Jähriger gekommen, als bei einer Berufsorientierungswoche bei einem Eignungstest das Ergebnis “Unternehmer” herauskam. Und so stürzte er sich statt in Bewerbungsunterlagen einfach in die eigene Unternehmensgründung. Ein kleines Problem gab es dabei allerdings zunächst zu lösen. Als Minderjähriger war er noch gar nicht geschäftsfähig.

Dafür musste er erst seinen Antrag beim Familiengericht durchbringen. Seine Familie unterstützte ihn bei diesem Vorhaben und am Ende des vergangen Jahres bekam er schließlich die gute Nachricht, wie er der BILD erzählte: “Seit Herbst 2020 lief mein Antrag am Familiengericht zu meiner uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit als Minderjähriger. Nach einer Anhörung im Dezember erhielt ich dann als ‘Weihnachtsgeschenk’ die Zusage.”

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Prinzip: “Learning by doing”

Nun stand der offiziellen Gründung seiner Agentur nichts mehr im Wege. Genannt hat er sie “Marketing Bees”. Und der Internet-Auftritt wirkt schon mal ziemlich professionell. Der passende Slogan zum Namen lautet: “So wie Bienen die Blumen finden, findet unsere Werbung Ihre Kunden”. Das sollen vor allem Freiberufler sein, kleine Einzelhändler und mittelständische Firmen aus der Region. Für sie will er Social-Media-Kampagnen entwicklen und Online-Strategien aufbauen.

Design, Videos und Fotos macht er bisher komplett alleine, weshalb er mit günstigen Preisangeboten an den Markt gehen könne, wie er der BILD verriet. Beigebracht hat er sich die nötigen Fähigkeiten selbst, er handelt nach dem Prinzip: “Learning by doing.” Für Unternehmer und Selbstständige aus seinem Umfeld hat er bereits erste Aufträge übernommen. Fynn nimmt auch das Thema gesellschaftliche Verantwortung ernst, weshalb er sein Können auch in den Dienst von Lokalen Vereinen, Projekte und Gemeinschaften stellen und sie beim Marketing unterstützen möchte.

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