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Arbeitgeber mahnen Gewerkschaften vor Tarifrunden zur Zurückhaltung

Berlin (dapd). Die deutschen Arbeitgeber treten vor Beginn der ersten Tarifrunden des Jahres auf die Bremse. Die konjunkturelle Entwicklung flache ab, und die Auslastung gerade in einzelnen Industriebranchen und -betrieben sei unterdurchschnittlich, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Reinhard Göhner, am Dienstag in Berlin. "Deswegen wird das Tarif-Gebot 2013 Differenzierung heißen müssen", fügte er hinzu.

"Die Arbeitgeber sperren sich mit Sicherheit nicht gegen jegliche Lohnerhöhungen", sagte auch BDA-Präsident Dieter Hundt. "Überhöhte Lohnerhöhungen würden sich aber negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken", warnte er. Im ersten Halbjahr stehen laut BDA Tarifverhandlungen für etwa zehn Millionen Beschäftigte in Deutschland an, darunter vor allem im öffentlichen Dienst der Länder sowie in der Metall- und Elektroindustrie.

In welcher Höhe er ein Lohnplus für vertretbar halte, wollte Hundt dagegen nicht sagen. Angesichts der großen Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmen und Branchenzweigen wäre das "nicht hilfreich". Abschlüsse deutlich über dem Produktivitätszuwachs - der in diesem Jahr "mit Sicherheit" niedriger ausfallen werde als 2012 - wären allerdings schädlich.

Daher habe der BDA die Forderungen einiger Gewerkschaften zu Jahresbeginn "mit Erstaunen zur Kenntnis genommen", sagte Göhner. Hundt fügte an, vor allem die Forderungen im öffentlichen Dienst seinen "außerordentlich stark überzogen". Die Gewerkschaft ver.di fordert von den Ländern unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt und ein Lohnplus von 100 Euro für Auszubildende.

Obwohl sie Differenzierung forderten, halten die Arbeitnehmer aber am Modell der Branchen-Tarifabschlüsse fest. Diese müssten durch betriebliche Öffnungsklauseln und andere tarifpolitische Maßnahmen so flexibel gestaltet werden, dass einzelne Betriebe entsprechend ihrer Situation damit umgehen könnten, forderte Hundt.

dapd

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