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Arbeitgeber mahnen zu Lohnzurückhaltung angesichts Krieg und Krisen

AUGSBURG (dpa-AFX) - Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Gewerkschaften trotz hoher Inflation zu zurückhaltenden Lohnforderungen aufgerufen und auf die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Corona-Krise verwiesen. "Wir brauchen moderate Tarifabschlüsse - und dies im Sinne beider Sozialpartner, also der Unternehmer wie der Belegschaften", sagte der BDA-Chef der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). "Die Gewerkschaften können gemeinsam mit uns dazu beitragen, die Inflation zu bändigen", sagte er. Die gemeinsame Verantwortung sei, eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern. Das gehe nur mit verantwortungsvoller Tarifpolitik.

Der Abschluss in der Chemieindustrie und die Entscheidung der Tarifpartner, die Tarifverhandlungen erst wieder im Oktober 2022 aufzunehmen, hat aus Sicht des BDA-Chefs Vorbildcharakter für andere Branchen. "Wir müssen angesichts der veränderten Lage mit Wohlstandsverlusten rechnen", sagte er. "Zu viele Krisen kommen derzeit zusammen: Neben dem Krieg in der Ukraine wirkt sich immer noch die Corona-Krise aus. In China werden Häfen geschlossen, so dass uns hier Produkte fehlen." Auch der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien sei teuer. "Daher sind die fetten Jahre erst einmal vorbei, das muss uns allen klar sein", betonte Dulger.

Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf appellierte beim Tarifforum der Tageszeitung "Welt" an die IG Metall, im Herbst einem moderaten Abschluss zuzustimmen. Es liege im beiderseitigen Interesse, möglichst viele Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie zu erhalten. Die Unternehmen stünden unter einem enormen Kostendruck und könnten weitere Belastungen nicht verkraften.

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