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Apple warnt Kunden: Diese Produkte könnten ein Risiko für Herzschrittmacher sein

·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Apple hat eine Liste von Produkten erstellt, die Magneten enthalten und somit Herzschrittmacher und Defibrillatoren stören könnten.

Das iPad enthält einen Magneten und könnte, unter bestimmten Umständen, Herzschrittmacher oder Defibrillatoren stören. (Bild: Getty Images)
Das iPad enthält einen Magneten und könnte, unter bestimmten Umständen, Herzschrittmacher oder Defibrillatoren stören. (Bild: Getty Images)

Das Thema Herzschrittmacher und Defibrillatoren ist spätestens seit dem tragischen Zusammenbruch des dänischen Fußballers Christian Eriksen im EM-Spiel gegen Finnland wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Nach seinem Herzstillstand wurde dem 29-Jährigen ein Defibrillator eingesetzt.

Apple stellt Liste mit Produkten auf, die Magneten enthalten

Diese implantierten evtl. lebensrettenden Geräte können jedoch, wenn auch nur mit einem äußerst geringen Risiko, von einem Gegenstand gestört werden, welchen die allermeisten von uns fast tagtäglich mit uns führen: dem Smartphone. Der Grund für die Gefahr, die davon ausgehen könnte, liegt in den Magneten, die in den Geräten eingebaut sind und die sich auf die Funktion eines Herzschrittmachers oder Defibrillators auswirken könnten.

Der US-Konzern Apple hat auf diese mögliche Gefahr reagiert und eine Liste all seiner Produkte überarbeitet und veröffentlicht, die einen Magneten enthalten.

Auf seiner Service-Seite hat Apple die betroffenen Produkte aufgelistet:

AirPods und Ladecases

  • AirPods und Ladecase

  • AirPods und kabelloses Ladecase 

  • AirPods Pro und kabelloses Ladecase

  • AirPods Max und Smart Case

Apple Watch und Zubehör

  • Apple Watch

  • Apple Watch-Armbänder mit Magneten

  • Apple Watch-Zubehör zum induktiven Laden

HomePod

  • HomePod 

  • HomePod mini

iPad und Zubehör

  • iPad

  • iPad mini

  • iPad Air

  • iPad Pro

  • Smart Cover und Smart Folios für iPad

  • Smart Keyboard und Smart Keyboard Folio für iPad

  • Magic Keyboard für iPad

iPhone- und MagSafe-Zubehör

  • iPhone 12-Modelle

  • MagSafe-Zubehör

Mac und Zubehör

  • Mac mini

  • Mac Pro

  • MacBook Air

  • MacBook Pro

  • iMac

  • Apple Pro Display XDR

Beats

  • Beats Flex

  • BeatsX

  • Powerbeats Pro

  • urBeats3

Apple informiert darüber, dass implantierte Herzschrittmacher und Defibrillatoren Sensoren enthalten, die bei engem Kontakt auf Magnete und Funkeinheiten reagieren und unter bestimmten Bedingungen von Magneten und elektromagnetischen Feldern gestört werden könnten.

Apple rät zu Sicherheitsabstand zu medizinischen Geräten

Ferner weist Apple darauf hin, dass die Nutzer der aufgelisteten Produkte diese am besten in einem "sicheren Abstand" (mehr als 15 cm oder 30 cm beim kabellosen Laden) zu ihren medizinischen Implantaten halten sollen.

Apple rät betroffenen Personen, die sich nicht sicher sind, ob sie ein entsprechendes Produkt nutzen können, Rücksprache mit ihrem Arzt und dem Gerätehersteller zu halten.

Diese Empfehlung sprechen auch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und die Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) aus.

Auf dem Ärzte-Portal "esanum.de" teilen die beiden Gesellschaften in einer Stellungnahme mit, dass moderne Aggregate von Schrittmachern und Defibrillatoren von elektromagnetischen Feldern in der Regel im Alltag nicht beeinträchtigt werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Geräte nach Herstellerempfehlung programmiert wurden.

Smartphones und Schrittmacher: Was Nutzer beachten müssen

Nach Aussagen der Experten stellen Smartphone/Mobiltelefone nur ein sehr geringes Interferenzrisiko da. Auch MP3-Player können gefahrlos verwendet werden. Studien konnten bisher keine Interferenzen nachweisen.

In der Stellungnahme werden noch weitere Geräte genannt, die bei Trägern von Herzschrittmachern/ Defibrillatoren für Unsicherheit sorgen, aber bei ausreichendem Sicherheitsabstand gefahrlos genutzt werden können. 

Darunter zählen unter anderem:

  • Diebstahlsicherungen in Geschäften

  • Metalldetektoren, wie man sie z.B. am Flughafen verwendet

  • Hybrid- und Elektrofahrzeuge

  • Körperfettwaagen

  • Induktionsherde

  • Stromleitungen

Neben Apple haben auch eine Reihe anderer Hersteller, z. B. Samsung und Huawei, ähnliche Auflistungen für einige ihrer Produkte herausgegeben.

VIDEO: Christian Eriksen wird Defibrillator implantiert

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