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Apple warnt Investoren vor kartellrechtlichen Risiken

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Apple Store mit Apple Logo Apple-Aktie
Apple Store mit Apple Logo Apple-Aktie

Die kartellrechtliche Prüfung großer Technologiekonzerne hat sich in den letzten Jahren intensiviert, da Kritiker argumentieren, dass die Unternehmen in ihren jeweiligen Märkten zu viel Macht ausüben. Für Apple (WKN:865985) drehen sich die Hauptkritikpunkte um den App Store, der für den Durchschnittsverbraucher die einzige Möglichkeit darstellt, Apps und andere Inhalte auf mobile Geräte herunterzuladen. Der Mac-Hersteller gab letzte Woche die Ergebnisse des vierten Quartals bekannt und legte anschließend seinen Jahresbericht vor.

Apple warnte die Investoren vor den erhöhten Risiken, denen das Unternehmen nun wegen kartellrechtlicher Bedenken ausgesetzt ist.

Anerkennung kartellrechtlicher Risiken

Im Abschnitt zu den Risikofaktoren hat Apple eine neue Stellungnahme rund um die komplexen Gesetze und Vorschriften eingesetzt, durch die es sich zurechtfinden muss, und weist auf die Möglichkeit hin, dass dem Sektor neue Vorschriften auferlegt werden. Das Unternehmen schrieb:

Darüber hinaus könnten Gesetzes- und andere Vorschläge zur weiteren Regulierung von Technologieunternehmen im Falle der Verabschiedung zu Änderungen der Geschäftstätigkeit führen, unter anderem dazu, dass das Unternehmen seine Produkt- und Dienstleistungsangebote modifizieren muss, dass die Fähigkeit, in strategische Übernahmen zu investieren, eingeschränkt wird oder dass die Geschäftsbeziehungen zu anderen Technologieunternehmen beeinträchtigt werden, und sie könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die Finanzlage und das Betriebsergebnis haben. Des weiteren sind die Geschäftspartner des Konzerns Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, die, falls sie gegen sie beigelegt werden, die Beziehungen des Konzerns zu diesen Geschäftspartnern beeinträchtigen und sich wesentlich nachteilig auf die Finanzlage und das Betriebsergebnis des Konzerns auswirken könnten.

Dieser Abschnitt bezieht sich wahrscheinlich auf umstrittene Partnerschaften, die Apple mit der Alphabet (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H)-Tochtergesellschaft Google und/oder Amazon.com (WKN:906866) eingegangen ist.

Das Justizministerium reichte im vergangenen Monat eine Kartellbeschwerde gegen Google ein, die den Vorwurf enthielt, dass Googles Vereinbarung mit Apple, der Standardsuchanbieter für Apple-Geräte zu sein, den Wettbewerb untergräbt. Finanzielle Details rund um die Vereinbarung werden streng geheim gehalten, aber Analysten haben geschätzt, dass Google bis zu 12 Milliarden US-Dollar pro Jahr an Apple für die Weiterleitung von Suchanfragen zahlt. Das entspräche mehr als 20 Prozent des Dienstleistungssegments, das im vergangenen Geschäftsjahr 53,8 Milliarden US-Dollar an Einnahmen generierte.

Amazon konnte sich mit Apple einen „Sweetheart Deal“ über Video-Abonnements sichern, die über die Prime Video-App auf Apple-Plattformen verkauft wurden, wobei nur 15 % statt der üblichen 30 % bezahlt wurden. Das Unternehmen gab an, dass es ein „etabliertes“ Programm für „Videounterhaltung mit Premium-Abonnement“ habe, aber vor diesem Jahr hatte noch nie jemand davon gehört. Apple stellte später klar, dass es jetzt 130 Video-Apps gibt, die an diesem Programm teilnehmen, aber E-Mails zwischen Service-Chef Eddy Cue und Amazon-CEO Jeff Bezos aus dem Jahr 2016 lassen vermuten, dass Apple das Programm für Amazon entwickelt hat.

Es gibt auch einen neuen Satz in der Einreichung, der sich auf den App Store bezieht. Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses schloss eine 16-monatige Untersuchung von Technologieunternehmen ab und veröffentlichte im vergangenen Monat seine Ergebnisse, in denen behauptet wird, dass der App Store ein Monopol darstellt.

„Wenn die Höhe der Provision, die das Unternehmen für den Umsatz des [App Store] einbehält, reduziert oder anderweitig eingeschränkt oder gestrichen wird, könnten die Finanzlage und die Betriebsergebnisse erheblich beeinträchtigt werden“, warnte Apple.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 03.11.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und Apple und empfiehlt die folgenden Optionen: Short Januar 2022 $1940 Calls auf Amazon und Long Januar 2022 $1920 Calls auf Amazon.

Motley Fool Deutschland 2020