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Apple: Neue iPads + wichtige Studie bringen frischen Wind

Markus Horntrich

Der Apple-Store war heute für kurze Zeit nicht erreichbar. Die Auflösung für die Shoppingpause folgte zeitnah: Apple hat die siebte Generation seines Tablet-Computers iPad auf den Markt gebracht. Neben der am Wochenende veröffentlichen Apple Heart Study sind das die Apple-Higlights des Tages. Die Aktie quittiert die News mit einem leichten Plus.

Neue iPads gegen den Absatzschwund?

Das Hardware-Geschäft von Apple hatte zuletzt geschwächelt, vor allem weil der Absatz in China geradezu eingebrochen war. Außerdem war auch der Absatz des wichtigsten Apple-Produktes, des iPhones, im Weihnachtsquartal schlechter als erwartet ausgefallen. Das iPad-Geschäft hatte sich aber in dem schwierigen Umfeld mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 6,73 Milliarden Dollar gut behauptet. Genaue Absatzzahlen seiner Geräte nennt Apple allerdings nicht mehr.

Mit den neuen Produkten soll neue Dynamnik in die zuletzt schwächeren Hardwareabsätze kommen. Ob es gelingt muss sich allerdings erst noch zeigen. Der wesentlich wichtigere Termin ist kommende Woche. Das Apple-Event am 25. März bei dem Service-Angebote im Fokus stehen. Auf dem Apple Event möchte Apple wohl in erster Linie seinen TV-Streaming-Dienst und eine neue Zeitschriften-Flatrate für Apple News vorstellen. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Hardware-Updates heute eher still und heimlich vollzogen wurden.

Servicegeschäft im Fokus - Gesundheit als neuer Megamarkt für Apple

Forscher der Universität Stanford haben am Wochendende zudem die Ergebnisse der Apple Heart Study auf der 68. Annual Scientific Session and Expo des American College of Cardiology in New Orleans vorgestellt. Die Ergebnisse sind aus Sicht der Apple-Aktionäre vielversprechend. Demnach lieferte die Apple Watch bei den Probanden wichtige Hinweise auf mögliche Herzprobleme.

Das Ergebnis: Im Rahmen der Studie entdecken Apple und die Mediziner von Stanford Frühindikatoren für akute Herzrhythmusstörungen. Ziel der Studie war die Erkennung von Vorhofflimmern, einer häufigen Form der Herzrhythmusstörungen. Studien, die vom Forscher-Team durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die Apple Watch in der Lage ist, einen abnormalen Herzrhythmus mit einer Genauigkeit von 97 Prozent zu erkennen. Diese Fähigkeit soll auch nützlich sein, um frühe Anzeichen von anderen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Atemstillstand im Schlaf zu erkennen.

Damit ist es mehr oder weniger amtlich, dass die Apple Watch als medizinisches Gerät wertvolle Dienste erfüllen kann. Für Patienten oder Apple Watch Träger heißt das mehr medizinische Sicherheit und für Apple potenziell neue (kostenpflichtige) Services, die mit der Apple Watch denkbar sind. Der Markt für derartige Anwendungen im Bereich der Herzerkrankungen ist gigantisch. Alleine in den USA treten laut Kantar Health bei 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (ca. 240 Millionen) kardiovaskuläre Erkrankungen auf.

 

 

 

DER AKTIONÄR hat das Thema „Gesundheit“ bei Apple bereits mehrfacht thematisiert. Die jüngsten Nachrichten sind daher Wasser auf den Mühlen der Apple-Bullen. Es wird allerdings noch etwas dauern, bis erste Services in diesem Zusammenhang erhältlich sein werden, damit das auch im Zahlenwerk bei Apple spürbar sein wird. Für Fantasie ist gesorgt, angesichts eines Mehrmilliardenmarktes wie der Gesundheit sogar sehr viel Fantasie. Das dürfte auch der Aktie weiterhin behilflich sein. Allerdings sollten investierte Anleger nach dem starken Anstieg in den letzten Wochen eine Konsolidierung einkalkulieren. Ein möglicher und technsich gesunder Rücksetzer wäre allerdings noch einmal eine gute Kaufgelegenheit.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.