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Apple-Mitgründer Steve Wozniak wird von einem Wirtschaftsprofessor verklagt — er habe dessen Geschäftsidee geklaut

·Lesedauer: 11 Min.
Apple-Mitgründer Steve Wozniak und sein Kläger Ralph Reilly im Jahr 2011.
Apple-Mitgründer Steve Wozniak und sein Kläger Ralph Reilly im Jahr 2011.

Anfang 2011, bei einem Mittagessen im Hyatt Regency Hotel in Sacramento, reichten sich Apple-Mitbegründer Steve Wozniak und ein Wirtschaftsprofessor aus Connecticut namens Ralph Reilly die Hände. Laut Reilly hatten sich die beiden darauf geeinigt, eine futuristische „Tech University“ zu gründen, und besiegelten den Deal mit einem Handschlag vor der Kamera. Es war ein ehrgeiziger Plan für eine Bildungsplattform des 21. Jahrhunderts, die Erwachsenen dringend benötigte technische Fähigkeiten beibringen sollte. Wozniaks Name und sein legendärer Status als Mitbegründer der bekanntesten Computerfirma der Welt wollten sie als Markenzeichen der Institution nutzen.

In Wozniaks Erinnerung sieht das ganze jedoch etwas anders aus. Der erfahrene Ingenieur, der auch als „Woz“ bekannt ist, sagte, dass das Treffen mit Reilly nur einer von Dutzenden Fototerminen war, die er fast täglich mit Fans und Bewunderern hat — so banal, dass er sich nicht einmal an die Aufnahme erinnern kann. Trotz weiterer E-Mails und Treffen kam die Partnerschaft nie zustande. Stattdessen hat sie sich zu einem millionenschweren Rechtsstreit gemausert. Reilly behauptet, dass Wozniak sein geistiges Eigentum gestohlen und sein Urheberrecht verletzt habe, indem er letztlich ohne ihn eine Tech-Schule unter der Marke Woz ins Leben gerufen hat. Wozniaks Team entgegnet, dass es nie einen echten Deal zwischen Wozniak und Reilly gegeben habe und dass der Apple-Mitgründer mit Geschäftsvorschlägen von Bewunderern überschwemmt wird.

Das jahrelange Gerichtsverfahren bietet einen seltenen Einblick in das Leben des zweitberühmtesten Apple-Gründers und zeigt, wie Tech-Promis über lukrative Deals und Partnerschaften über Jahrzehnte hinweg ihren Ruf vermarkten können — und wie das alles schiefgehen kann. Solche Klagen sind in der chaotischen Welt der Startups üblich, da Unternehmer und Geschäftspartner über Eigentum und Ausführung streiten. Und Wozniaks Berühmtheit, seine freundliche Art und sein unaufgeregter Umgang mit dem Geschäft scheinen die Grenze zwischen Geschäftsabschluss und Fan-Interaktion zu verwischen. Der Fall der Urheberrechtsverletzung soll im Juni in Arizona vor Gericht verhandelt werden und Wozniak wurde als Zeuge in den Zeugenstand gerufen.

Vom Apple-Mitbegründer zum entspannten Unternehmer

Trotz seines jahrzehntelangen Unternehmertums sagt Steve Wozniak, dass er wenig Kontrolle über seine Geschäfte hat — eine Behauptung, die im Mittelpunkt seiner Verteidigung steht.

Der Apple-Mitgründer hält sich bei geschäftlichen Unternehmungen dezidiert zurück, sagte er in einer eidesstattlichen Aussage vor dem Prozess. Vertragsverhandlungen überlässt er Geschäftspartnern wie seinem Manager Ken Hardesty. Als die Anwälte Wozniak also fragten, ob er für seine Zusammenarbeit mit Woz U — der Schule, die später ohne Reilly gegründet wurde — eine Auszahlung in Höhe von einer Million Dollar erhalten habe, konnte er das nicht beantworten. Mehr noch, er konnte nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob er jemals für den Deal bezahlt wurde, geschweige denn, wie viel Geld er hat. (In einer separaten eidesstattlichen Aussage bestätigte Hardesty, dass Wozniak das Geld bekommen hat.)

„Eine Sache, die ich im Leben vermeide, ist alles, was mit Geld zu tun hat“, sagte er. „Ich schaue es einfach nicht an ... Ich wüsste nicht, wie viel auf unserem Bankkonto ist. Mein Leben ist ganz anders als das der meisten Menschen.“ Dieses ungewöhnliche Leben geht auf die 1970er Jahre zurück, als Woz an der Personal-Computing-Revolution mitwirkte. Denn 1976 gründete er zusammen mit dem verstorbenen Steve Jobs und dem weniger bekannten Ronald Wayne die Apple Computer Company. Wozniak, der damals 25-jährige Kalifornier, war der entscheidende Kopf hinter einigen der frühesten Produkte, darunter die Computer Apple I und II.

Zwei der Apple-Gründer, Steve Jobs (li.) und Steve Wozniak (re.), im Jahr 1977
Zwei der Apple-Gründer, Steve Jobs (li.) und Steve Wozniak (re.), im Jahr 1977

Seit Woz sich 1985 von der Firma trennte, hat sich Apple vom High-End-Computerhersteller zum unanfechtbaren Unternehmens-Giganten entwickelt — und mit Produkten vom iPod bis zum iPhone Technik und Gesellschaft neu definiert. Apples Stern ist aufgegangen und mit ihm der von Wozniak, nicht zuletzt durch seine Beziehungen zum mittlerweile legendären Steve Jobs.

Wozniak, 70, ist in den Jahrzehnten seither sehr beschäftigt gewesen. Er hat sich für wohltätige Zwecke eingesetzt, ist regelmäßiger Teilnehmer an Konferenzen der Technologiebranche und springt von Projekt zu Projekt, wobei er Geschäftspartnern das Prestige bietet, mit einem der Apple-Gründer zu arbeiten. Er reagierte nicht auf eine Anfrage für einen Kommentar. Im Jahr 2017 wurde er Berater des Hologramm-Emoji-Startups Mojiit und Ende 2020 half er bei der Gründung von Efforce, einem Blockchain-Startup, das sich auf „Energieeffizienz“ konzentriert und seine handelbaren Token „WOZX“ nennt. Wozniak hatte 2009 sogar einen Auftritt bei der US-amerikanischen Tanz-Castingshow „Dancing With The Stars“, wo er sich mit einer rosa Federboa präsentierte.

„Woz hat hunderte von Fans wie Sie, die ihn irgendwo getroffen haben“

Im Januar 2012 trafen sich Reilly und Wozniak zum zweiten Mal, im Büro der Apollo Group in San Francisco, die die gewinnorientierte Hochschule University of Phoenix betreibt. Reilly hoffte, dass Apollo ihm helfen würde, seine Idee zu verwirklichen. Apollo (die jetzt Apollo Education Group heißt und sich von dem gleichnamigen Vermögensverwaltungsriesen unterscheidet) schlug eine eigene Lizenzvereinbarung mit Wozniak vor, die es der Schule erlauben sollte, seinen Namen und sein Bild zu verwenden. Außerdem hätte der Tech-Executive zwei Vorlesungen aufzeichnen müssen, die dann an der gesamten Schule ausgestrahlt werden sollten. Das geht aus einem Pitch-Deck hervorgeht, das in Reillys Beschwerde enthalten ist.

Aber für den viel beschäftigten Wozniak waren selbst zwei aufgezeichnete Vorträge zwei zu viel. „Es kam nie etwas dabei heraus“, sagte Hardesty, Wozniaks Manager, in einer eidesstattlichen Erklärung. „Es war ein Treffen. Es war ein Meet and Greet.“ Wozniak behauptete später, dass er sich nicht einmal daran erinnern konnte, dass Reilly im Raum war. Es war ein enttäuschendes Ergebnis für den Professor der University of Hartford.

Reilly, ein außerordentlicher Professor für Management, hält sich in der Öffentlichkeit zurück. Seine Online-Biographie zitiert nicht näher spezifizierte „breite Geschäftserfahrung in technischen Industrien und vielfältige Lehrerfahrung“ sowie einen Hintergrund in Informatik. Ein Anwalt von Reilly lehnte es ab, sich zu seinem Hintergrund oder dem Fall zu äußern.

Design-Vorschlag für Reillys Woz Institute of Technology
Design-Vorschlag für Reillys Woz Institute of Technology

Der Akademiker hatte dem Apple-Mitgründer die Möglichkeit einer Woz-Universität zum ersten Mal per E-Mail vorgeschlagen, an einem Sonntagabend im September 2010. „Steve Woz, ich möchte unbedingt eine High-Tech-Universität starten, irgendwelche Ideen!?“, schrieb er, wie aus Kopien der E-Mails in den Gerichtsakten hervorgeht. Wozniak, der sich damit rühmt, für seine Fans erreichbar zu sein, mailte innerhalb von ein paar Stunden zurück. Er sei zu beschäftigt, um zu helfen, schrieb er, bot dem Mann aus Connecticut aber einige Ratschläge an. „Tolle Idee. Es wird einige Zeit dauern, aber machen Sie es richtig.“

Reilly wurde durch die Aufmerksamkeit von Woz ermutigt und schickte ihm einige Tage später einen größeren, spezifischeren Vorschlag. „Würden Sie vielleicht der Idee zustimmen, dass ich das Woz Institute of Technology gründe?“, schrieb er am 22. September 2010. „Cool...ok, den Namen zu benutzen...“, antwortete Woz in einer E-Mail, die in den Gerichtsdokumenten enthalten ist. „Ich werde mich irgendwann mehr engagieren, aber im Moment ist mein Leben vollgestopft.“ Die beiden schrieben monatelang hin und her, während Reilly nach einem College suchte, um das Woz Institute of Technology in die Tat umzusetzen.

Zunächst sah es so aus, als könnte es mit einer Online-Schule in Connecticut klappen, zu der Reilly über das T-Ball-Team seines Sohnes Verbindungen hatte. Während des Treffens 2011 in Sacramento überreichte Reilly Wozniak einen Vertrag, der dem College das Recht einräumte, seinen Namen und sein Bild für die „Woz School of Technology“ gegen vierteljährliche Zahlungen zu nutzen.

Sechs gepunktete Linien trugen die gleiche Unterschrift: „Woz“. In seiner eidesstattlichen Aussage sagte Wozniak, dass er sich nicht daran erinnern könne, es unterschrieben zu haben. Er bestritt aber nicht, dass es seine Unterschrift war. „Es war wahrscheinlich nicht wichtig genug, um sich überhaupt daran zu erinnern“, sagte er. „Ich mache keine Geschäfte. Wenn es irgendwelche Geschäfte gibt, dann müssen die über meine Geschäftspartner laufen.“

Ein von Wozniak unterschriebener Vertrag, der das Bildungsprogramm unter der Wozniak-Marke etablieren sollte.
Ein von Wozniak unterschriebener Vertrag, der das Bildungsprogramm unter der Wozniak-Marke etablieren sollte.

Als dieser Plan nicht funktionierte, fragte Reilly Wozniak, ob er sich eine andere Institution suchen solle, mit der er zusammenarbeiten könne. Das führte zu einer Schlüssel-E-Mail, die im Mittelpunkt von Reillys Behauptung steht, Wozniak habe sein geistiges Eigentum gestohlen. „Ich habe keine Zeit, also was immer Sie versuchen wollen“, schrieb Wozniak im Dezember 2011. „Ich denke, es ist Ihre Idee.“ Anfang des darauffolgenden Jahres trafen sie sich mit Apollo, aber auch das lief nicht gut.

Anfang 2013 zog sich Wozniaks Team von einer möglichen Partnerschaft mit Reilly zurück. Hardesty schickte dem Professor eine E-Mail, in der er ihn aufforderte, eine Website für das Woz Institute of Technology zu löschen, und leugnete, dass es einen „ursprünglichen Plan oder ein Joint Venture gab, das jemals diskutiert wurde“. Der Manager forderte Reilly auf, Wozniak nicht mehr direkt zu kontaktieren. „Bitte machen Sie sich klar, dass Woz Hunderte von Fans wie Sie hat, die ihn irgendwo getroffen haben. Wenn er eine kleine Pause hat, trifft er sich gerne mit Fans und redet mit ihnen und kurze Zeit später fangen 90 Prozent seiner Fans an, ihm E-Mails mit Geschäftsideen zu schicken“, schrieb Hardesty knapp. „Manchmal versucht er, sich mit jedem zu treffen, den er treffen kann, Sie waren ein Glückspilz.“

Reilly hatte für das Website-Mock-up Urheberrechtsschutz erwirkt, und es steht nun im Mittelpunkt des Falles — auch wenn Wozniaks Anwälte entgegnen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass Wozniak es jemals auch nur angeschaut hat.

Die Geburt von Woz U

Im Herbst 2017 stellte Wozniak Woz U vor, einen neuen Plan, um die Hochschulbildung im Bereich Technologie neu zu erfinden. Trotz der Marke Wozniak wurde Woz U auf Grundlage des bestehenden Code-Learning-Unternehmens Coder Camps aufgebaut. Das Programm bezeichnete sich selbst als fähigkeitsorientiertes Bildungsprogramm, das Studenten helfen sollte, die Grundlagen für den Einstieg in die Branche zu erlernen. „Mein ganzes Leben habe ich daran gearbeitet, eine bessere Welt durch Technologie aufzubauen, zu entwickeln und zu schaffen, und ich habe Bildung immer respektiert“, sagte Wozniak in der Ankündigung. „Jetzt ist die Zeit für Woz U gekommen, und wir stehen erst am Anfang.“

Ein Name wurde in der Ankündigung nicht erwähnt: Ralph Reilly.

Die Woz U hat ihren Hauptsitz in Phoenix, im US-Bundesstaat Arizona, und kündigte eine Reihe von Bildungsprogrammen an, darunter Partnerschaften mit Tech-Unternehmen, um neue Talente zu rekrutieren, sowie Pläne für 30 physische Standorte in den Vereinigten Staaten. Sie wurde gegründet, nachdem Coder Camps sich an Wozniaks Team gewandt hatte, um seinen Namen zu lizenzieren. Wozniaks Anwälte argumentieren, dass sein „hands-off“-Ansatz in Bezug auf das namensgleiche Unternehmen ein Verstoß gegen Reillys geistiges Eigentum unmöglich macht. „Wozniak hat WOZ U im Zusammenhang mit dem Lizenzvertrag keinen Lehrplan, keine Programmideen, keine Zeitpläne oder sonst etwas zur Verfügung gestellt“, schreiben sie in einer Gerichtsakte.

Seit dem Start stand das Unternehmen vor großen Herausforderungen. Im Oktober 2018 berichtete CBS, dass einige ehemalige Studierende die Qualität der Bildungsinhalte bemängelt hatten. Es habe Tippfehler im Lernmaterial, aufgezeichnete Vorlesungen und unqualifizierte Mentoren gegeben. (Ein ehemaliger Verkäufer erzählte dem Sender, dass sie Wozniaks Prestige nutzten, um potenzielle Studenten anzulocken). Auf Druck der Aufsichtsbehörden gab die Woz U 2019 ihre Lehrlizenz in Arizona zurück, bietet aber weiterhin Trainingskurse für Einzelpersonen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen an.

Woz tritt in den Zeugenstand

Wozniak wird bald vor dem Bezirksgericht von Arizona als Zeuge in einem dreitägigen Geschworenenprozess aussagen, der am 7. Juni beginnt. Es ist der Höhepunkt einer fast dreijährigen juristischen Kampagne von Reilly gegen den Apple-Mitgründer. Reilly hat mindestens eine Million Dollar an Entlastung und Schadenersatz gefordert, während Wozniaks Team die Vorwürfe rundheraus abstreitet.

Einige von Reillys Anschuldigungen gegen Wozniak — einschließlich Vertragsbruch — wurden bereits vom Richter abgewiesen. Stattdessen wird der Fall eher von der Legitimität von Reillys Urheberrechtsansprüchen gegenüber dem Woz Institute of Technology abhängen und davon, ob Wozniak und Woz U diese verletzt haben.

Rechtsstreitigkeiten über das Eigentum an Unternehmen sind üblich, aber das Kopieren der Geschäftsidee eines anderen ist nicht unbedingt ein Verbrechen, sagte Neel Sukhatme, ein außerordentlicher Professor am Georgetown University Law Center. „Wenn ich sage, ich habe eine Idee für ein Geschäft, und dieses andere Individuum macht es, kann ich im Allgemeinen das gleiche Geschäft aufbauen. Wenn ich das Urheberrecht oder die Marke verletze, wenn es ein markenrechtlich geschütztes Geschäft ist, ist das eine Sache, wenn ich Ihr urheberrechtlich geschütztes Material kopiere, ist das eine andere Sache, wenn ich ein Patent auf ein erfinderisches Konzept habe und Sie gehen im Wesentlichen voran und praktizieren diese Erfindung, das ist eine Patentverletzung“, sagte er. „Wenn es keinen Urheberrechts- oder Markenschutz gibt, sehe ich nicht, warum Woz nicht in der Lage sein sollte, seine eigene Universität zu ins Leben zu rufen... wenn es einen Vertrag gibt, könnte es im Vertragsrecht Schadensersatz geben.“

Der Kern der Angelegenheit ist jedoch die Frage, ob Wozniaks Lizenzvertrag mit Woz U ohne Reillys ursprüngliche Idee existiert hätte. Reilly behauptet, dass Wozniaks eigene E-Mails, die in den Gerichtsakten enthalten sind, diese Frage beantworten. Kurz nach dem Start von Woz U im Jahr 2017 schrieb Reilly eine E-Mail an Wozniak mit der Bitte, Teil des neuen Projekts zu werden. „Es ist genau das, was ich mir für das Woz Institute of Technology vorgestellt habe, als ich mit der Idee an Sie herangetreten bin“, sagte Reilly in der E-Mail.

Eine E-Mail von Wozniak an Ralph Reilly im Jahr 2017
Eine E-Mail von Wozniak an Ralph Reilly im Jahr 2017

Der Apple-Mitgründer antwortete einen Monat später, an Heiligabend, und lehnte Reillys Bitte ab — lobte ihn aber in der Nachricht: „Völlig richtig. Sie hatten die richtige Idee“, schrieb er. „Ich bezweifle, dass es ohne Ihre ursprüngliche Idee passiert wäre!“ Im neuen Jahr schlug Reilly zurück und argumentierte, dass es grundsätzlich seine Idee war und dass er „zumindest als Teilhaber an dem Unternehmen beteiligt sein sollte“.

Wozniak hat nie geantwortet.

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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