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Antwerpen: Fünf Tipps für einen Trip in die belgische Hafenstadt

Der Hauptbahnhof in Antwerpen ist einen Besuch wert. (Bild: 2018 Koray Bektas/Shutterstock.com)
Der Hauptbahnhof in Antwerpen ist einen Besuch wert. (Bild: 2018 Koray Bektas/Shutterstock.com)

Antwerpen liegt in der belgischen Region Flandern und ist die Hauptstadt der Provinz Antwerpen. Die Hafenstadt mit heute rund 500.000 Einwohnern galt im 15. und 16. Jahrhundert zeitweise als wichtigste Handelsmetropole Europas und wird als wichtigster Diamantenhandelsplatz der Welt geführt. Die Stadt mit ihrem ganz eigenen Charme lädt zu einem Trip rund um Architektur, Kunst und Mode ein.

Hauptbahnhof

Beginnt die Reise nach Antwerpen mit dem Zug, wartet bereits ein erstes Highlight bei der Ankunft. Zum Hauptbahnhof von Antwerpen, der von Architekt Louis Delacenserie entworfen wurde und zu den schönsten der Welt zählt, gehört ein historisches Empfangsgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Die imposante Halle im Gründerzeitstil, aber auch die Bahnsteighalle mit ihrem Eisen-Glas-Dach sind ein Hingucker. Der Bahnhof, der 1975 unter Denkmalschutz gestellt und ab 1986 gründlich renoviert wurde, wird deshalb auch gerne "Eisenbahnkathedrale" genannt und ist auch abseits einer Zugreise einen Besuch wert. Unweit des Bahnhofs kann ein wichtiger Teil der Antwerpener Geschichte hautnah erlebt werden: Im Diamantenviertel mit seinen verwinkelten Gassen spielt sich der Großteil des weltweiten Diamantenhandels ab und viele Diamanten- und Schmuckgeschäfte haben sich dort angesiedelt.

Grote Markt

Die architektonische Schönheit Antwerpens lässt sich auch am Grote Markt, dem zentralen Platz der Altstadt, gut erkennen. Viele reiche Kaufleute bauten dort einst prächtige Gebäude, die heute Restaurants, Bars und Modegeschäfte beheimaten. Auch das Rathaus mit seiner rund 80 Meter langen Fassade befindet sich am Platz. Zudem lohnt sich ein Abstecher in das Gässchen Vlaeykensgang. Abseits des Trubels der Altstadt findet man zwischen den verwinkelten Gebäuden aus dem Jahr 1591 einen Ort der Ruhe. Außerdem laden kleine Galerien, Antiquitätengeschäfte und ein Restaurant zum Verweilen ein.

Sint-Annatunnel

Ein besonderes Erlebnis wartet unter der Stadt: Der denkmalgeschützte Sint-Annatunnel aus dem Jahr 1933 verbindet die Stadt mit dem anderen Ufer der Schelde. Der Radfahrer- und Fußgängertunnel besticht durch zwei alte hölzerne Rolltreppen, die die Nutzer 31 Meter unter die Oberfläche fahren. Dort ist der Tunnel mit einer Länge von rund 500 Metern. Angekommen auf der linken Uferseite der Schelde, kann der St.-Anna-Strand, am besten per Rad, erreicht werden. In dem Rummel am und rund um den Strand gibt es neben einem Blick auf die Stadt auch zahlreiche Restaurants. Auf der Stadtseite kann in der Nähe des Tunnels auch noch die Burg Steen, das älteste Gebäude der Stadt, mit seinem Besucherzentrum erkundet werden.

Begijnhof

Eine Oase der Ruhe aus dem 16. Jahrhundert finden Antwerpen-Reisende im Beginenhof (Begijnhof). In diesen Wohnanlagen lebten lange Zeit Beginen, also alleinstehende Frauen, die ein religiöses Leben abseits von Klöstern und Ordensregeln führten. Die letzte Antwerpener Begine starb 1986, heute befinden sich in den Gebäuden normale Wohnungen. Neben einer Besichtigung der Katharinenkirche lädt insbesondere der Garten mit seinen Obstbäumen und einem Teich zu einem Spaziergang und einer kurzen Rast ein.

Museum aan de Stroom

Ein Abstecher ins Hafenviertel sollte bei jedem Antwerpen-Trip ebenfalls nicht fehlen. Dort können nicht nur die Schiffe im Hafenbecken bestaunt werden, sondern auch das Museum aan de Stroom (MAS) besucht werden. Das imposante Speicherhaus wurde 2011 eröffnet und seine vielfältige Sammlung reicht von der Geschichte Antwerpens über internationalen Handel und Schifffahrt bis hin zu Kunst und Kultur in Europa, Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien. Oben auf dem Panoramadach (zehnte Etage) kann der Ausblick über die Stadt, den Hafen und die Schelde genossen werden.