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Anklage in Schweden wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen im Sudan

·Lesedauer: 1 Min.

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Zwei Spitzenkräfte eines schwedischen Öl-Konzerns werden in dem skandinavischen Land wegen mutmaßlicher Beihilfe zu schwerwiegenden Kriegsverbrechen im Sudan strafrechtlich verfolgt. Nach jahrelangen Voruntersuchungen hat sich die schwedische Staatsanwaltschaft entschlossen, die beiden anzuklagen, wie die Staatsanwälte am Donnerstag mitteilten. Die beiden stünden im Verdacht, sich bei Kriegsverbrechen des damaligen sudanesischen Regimes in den Jahren 1999 bis 2003 mitschuldig gemacht zu haben, um so die Öl-Aktivitäten ihres Unternehmens im südlichen Teil des afrikanischen Landes zu sichern.

Die Ermittlungen in dem Fall liefen seit elf Jahren. Die beiden Angeklagten hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft entscheidenden Einfluss auf den Betrieb ihres Unternehmens im Sudan. Im Zusammenhang mit der Anklage wird außerdem gefordert, eine Summe von umgerechnet knapp 140 Millionen Euro von dem Konzern zu beschlagnahmen. Dies entspreche dem Gegenwert des Gewinns, den das Unternehmen mit dem Verkauf seines Sudan-Geschäfts 2003 gemacht habe.

Das Unternehmen, das damals Lundin Oil hieß und heute Lundin Energy heißt, teilte mit, dass es keine Grundlage für die Anklagen gebe. Die beiden Spitzenvertreter bestritten die Vorwürfe entschieden, sie hätten die volle Unterstützung der Unternehmensführung. Der Beschluss der Staatsanwaltschaft sei unbegreiflich, ließ sich einer der beiden in einer Konzernmitteilung zitieren.

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