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Angst vor der Inflation? Wie man mit der ältesten Anlageklasse den Wert erhalten kann

·Lesedauer: 3 Min.
Dividende Aktie Dividendenrendite Dividendenwachstum Dividendeneinnahmen Dividendenaktien
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Während die Aktienmärkte in den USA und in Europa von Woche zu Woche auf neue Allzeithochs steigen, ist die Entwicklung der bekannten Edelmetalle wie Gold und Silber enttäuschend.

So befindet sich Gold bereits seit dem Erreichen eines neuen Allzeithochs über annähernd 16 Monate im Korrekturmodus. Silber konnte selbst während der Euphorie der Edelmetalle im Sommer 2020 das Allzeithoch aus dem Jahr 2011 nicht gefährden. Ist daher die Luft raus? Oder könnten die anhaltenden Inflationssorgen für neue Kursgewinne sorgen? Denn dass Edelmetalle einen Schutz vor Inflation darstellen, ist allseits bekannt.

Hohe Inflation? Das sind die Ursachen!

Aus meiner Sicht ist die derzeit hohe Inflation von 4,5 % in Deutschland zurückzuführen auf zwei Ursachen. Zum einen sorgt die Geldschwemme sämtlicher Notenbanken für eine gestiegene Geldmenge. Kein Wunder! Denn ohne diese Liquidität wäre sowohl Europa als auch die USA angesichts des Coronavirus nicht in dieser wirtschaftlich starken Position. Ein weiterer Effekt ist, dass durch die gestiegene Geldmenge Sachwerte wie Immobilien, Unternehmensanteile oder auch Edelmetalle mehr wert sind.

Zum anderen führen die gestiegenen Energiepreise im Jahr 2021 zu einer Teuerung von beinahe sämtlichen Produkten und Dienstleistungen. Ob diese Entwicklung jedoch langfristiger Natur ist, bleibt fraglich. Jedoch sollte man sich als Anleger auch gegen ein solches Szenario absichern. Ob dafür eine Investition in Edelmetalle geeignet ist, wage ich zu bezweifeln.

Können Gold und Silber davon profitieren?

Denn aus meiner Sicht können Edelmetalle wie Gold und Silber ausschließlich von der ersten Inflationsursache profitieren. Denn eine Erhöhung der Geldmenge sollte langfristig zu deutlich steigenden Edelmetallpreisen führen. Zweifelsohne trifft dies auch auf Unternehmensanteile wie Aktien oder auf Immobilien zu.

Hingegen erachte ich eine Absicherung gegen steigende Energiepreise mittels eines Investments in Gold oder Silber für ungeeignet. In diesem Szenario würde ich vermutlich eher einen ETF (Exchange Traded Funds) auf Energieunternehmen erwerben. Denn aus meiner Sicht besteht hierbei keine direkten Auswirkungen auf Edelmetalle wie Silber und Gold.

Mein Favorit bleibt …

Silber! Wenngleich die Entwicklung des Silberpreises im Vergleich zu Gold enttäuschend ist, ist für mich die Kombination aus Edel- und Industriemetall äußerst interessant. Denn während Gold kaum für die industrielle Produktion verwendet wird, ist die Ausgangslage bei Silber gänzlich unterschiedlich.

Denn der durch den Klimawandel induzierte Ausbau von Photovoltaiksystemen könnte für zukünftige Verbrauchssteigerungen sorgen. Nichtsdestotrotz sollte man als Anleger keine Renditen eines Nasdaq ETFs erwarten. Daher sollte man etwaige Positionen in Gold und Silber als Portfoliodiversifikation bzw. Versicherung betrachten. Denn sowohl im Falle eines starken Tech-Abverkaufes sowie einer anziehenden Inflation könnte die Edelmetallposition im Portfolio für Stabilität sorgen.

Dies geht jedoch zulasten der Rendite. Denn im Vergleich zu Aktien erhält man zudem keine Dividendenausschüttungen. Daher würde ich nicht mehr als 10 % des Portfolios in Edelmetalle investieren. Denn auch etwaige Zinsanhebungen könnten in der Zukunft zu Kursverlusten von Edelmetallen führen.

Der Artikel Angst vor der Inflation? Wie man mit der ältesten Anlageklasse den Wert erhalten kann ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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